TIPP Zahnpflege bei Kindern

Die Zahnbürste. Ein zentrales Instrument, um unsere Gesundheit bis ins hohe Alter zu sichern. Weltweit genutzt. Foto: pixabay, ulleo

Zähneputzen ist eine wichtige Maßnahme zum Erhalt unserer Zahngesundheit. Soweit, so gut. So putzt auch jeder Deutsche die Zähne zwei Mal täglich. Und dennoch zeigt eine Studie der Universität Witten/ Herdecke und der AXA-Versicherung, dass zu viele Menschen „unfreiwillig Mut zu Lücke“ haben. So bringt es deren Leiter Prof. Dr. Stefan Zimmer auf den Punkt. Sie putzen falsch und riskieren damit große Zahnprobleme.

Etwa 57% der Menschen würden die Zähne mit kreisenden Bewegungen und damit technisch falsch putzen, weil mit dieser Technik häufig Bakterien unter das Zahnfleisch geschoben würden. Dadurch entstehen Zahnfleischentzündungen. Die richtige Technik umfasse fegende und rüttelnde Bewegungen, die unter Schonung des Zahnfleisches die Zahnbeläge ideal entfernen. Auf diese Art hatten aber nur 32% der Befragten die Zähne gereinigt. Warum das so ist? Die Autoren um Prof. Dr. Zimmer vermuten, dass die meisten Menschen die Zähne so putzen, wie man es ihnen vor Jahrzehnten beigebracht hatte.

Was ist beim Zähneputzen zu beachten?

  • Zähneputzen sollte immer konzentriert erfolgen, also ohne begleitende Tätigkeit. Gerade Jugendliche z.B. würden aber zu 31% aber in der Wohnung herumlaufen und anderes tun.
  • Ausreichende Dauer der Zahnreinigung von mindestens 3 Minuten. Soviel Zeit nahmen sich jedoch nur 40% der Befragten
  • Täglicher Einsatz von Hilfsmitteln wie Zahnseide zum Reinigen der Zahnzwischenräume. Auch hier: 59% haben zwar Zahnseide, sie verwenden sie aber nur in 11% regelmäßig täglich.
  • Professionelle Zahnreinigung ist sinnvoll. Sie ist 44% der Befragten aber zu teuer.

Was können Eltern tun?

  • Kinder können die Zahnreinigung im Schnitt erst im Alter von 9 Jahren selbstverantwortlich übernehmen. Zuvor sollten Eltern ihr Kinder in das Zähneputzen einführen und immer die Zähne nachputzen (bes. im hinteren Teil des Gebisses)
  • Gerade für die hinteren Zähne kann eine elektrische Zahnbürste sinnvoll sein. Bedingt durch die Enge ist das manuelle „Fegen und Rütteln“ an dieser Stelle des kindlichen Gebisses schwierig. 
  • Gezieltes Putzen und Reinigen auch der Zahnzwischenräume
  • Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt ab dem 3. Lebensjahr.

Die Untersuchung der Uni Herdecke zeigt nochmals eindrücklich, welch großes Potential durch gute Zahnpflege noch zu heben ist. Karies ist meist die Folge von unzureichender oder oder unregelmäßiger Zahnpflege. Dem nicht behandelten Karies folgen später das erhöhte Risiko für viele internistische Erkrankungen (Diabetes mellitus, Herzinfarkt und Rheuma).

Behutsames, aber klares Heranführen an eine gute Zahnpflege für das Kind hat also einen enormen Stellenwert auch für die Gesundheit im späteren Leben.

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