Was geht rum? 10. März 2018

Orangen. Ihre Farbe erinnert an die Sonne, die uns am Ende des Winters so schmerzlich fehlt. Ihr Geschmack ist ein Genuss. Und gesund soll sie auch sein. Foto: ptw

Abbildung 1. Praxisindex, der die Häufigkeit der Atemwegserkrankungen in Baden-Württemberg wiedergibt. Dieser bezieht sich auf die 9. Kalenderwoche. Die Krankheitsaktivität ist leicht rückläufig, aber im Vergleich zu den beiden letzten Jahren noch immer sehr hoch. Foto: RKI – Arbeitsgemeinschaft Influenza

Die Grippewelle ebbt langsam ab. Wie langsam, das zeigt auch die nebenstehende Abbildung. Sie gibt die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen wieder. Diese ist zwar leicht rückläufig, aber in Bezug auf die Vorjahre in Baden-Württemberg weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Abbildung 2. Epidemiologische Daten zum RSV. Die grauen Balken zeigen die Zahl der entnommenen Rachenabstriche in Baden-Württemberg. Die blaue Kurve gibt die Zahl der positiven Tests wieder. Foto: RKI

Andere Infektionen treten aber weiterhin auf. Wie schon in der letzten Woche ist das ein Virusinfekt mit Symptomen der oberen Atemwege (Schnupfen, Halsschmerz) verbunden mit Bauchschmerzen. Einige Infekte zeigen Hinweise auf das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) , das gerade besonders im Säuglingsalter zu schweren obstruktiven Bronchitiden führen kann. Die Zahl dieser Infektionen ist glücklicherweise gering. Das deckt sich auch mit den Informationen des Robert-Koch-Instituts.

Kinderkrankheiten traten in der abgelaufenen Woche nicht auf.

Seit wenigen Jahren hat die Krätze (Scabies) auch in unserer Region etwas an Häufigkeit zugenommen. In der letzten Woche trat wieder ein Fall auf. Da diese Erkrankung in aller Regel beim Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen wird, muss von weiteren Erkrankungen im engeren Umfeld ausgegangen werden.

Was geht rum in der Welt? In Australien breitet sich die Syphilis weiter aus. Gerade wurde gemeldet, dass diese schwerwiegende Erkrankung in den letzten Jahren 13 Neugeborene getroffen hat. Die Erkrankung wurde also von den erkrankten Schwangeren übertragen und führte vor zwei Wochen zum 6. Todesfall bei Neugeborenen (Stand 02.03.2018). Bisher waren nur Kinder aus Queensland betroffen. Nun haben die Behörden Hinweise, dass sich die Infektion weiter nach Western Australia, South Australia und Northern Territory ausbreitet. Ein erstrangiger Schutz ist die bewusste Anwendung von Kondomen für alle Australien-Reisenden.

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