Krupphusten

Mit Bodennebel starten viele der Tage an denen Kinder vom Krupphusten heimgesucht werden. Im Frühjahr ebenso wie im Herbst. Foto: ptw

Im Frühjahr sind Erkrankungen an „Krupphusten“ (Infektkrupp, stenosiernde Laryngotrachitis, Croup) wieder gehäuft. Dieser Krupp, wie er oft vereinfachend genannt wird, ist meistens durch Viren (Adenoviren, RS-Viren, Parainfluenza-Viren) ausgelöst. Er betrifft vorwiegend Kleinkinder von drei bis sechs Jahren, die eine gewisse Neigung hierfür haben. Diese Gruppe von Kindern kann bis zur Pubertät mehrfach davon betroffen sein. Das Wetter spielt meist auch eine Rolle. Der Krupp tritt vermehrt bei Hochdruckwetter auf, wenn sich nach einer klaren Nacht – vor einem sonnigen Tag  –  Morgennebel über das Land legen.

Abbildung 1. Krupphusten. Rot dargestellt ist die Einengung der oberen Luftwege im Bereich des Larynx. Foto: www.kidshealth.org

Das Problem beim Krupp ist eine Entzündung und Schwellung unterhalb der Stimmbänder. Diese sind selbst meist auch betroffen, so dass viele Kinder eine heisere Stimme haben und wegen der Schmerzen eher wenig reden (oder Schreien!). Die Schwellung in der Luftröhre führt zu einer Enge der Einatmung („inspiratorischer Stridor“), die in Einzelfällen erheblich sein kann und zu Atemnot führt.

Günstig ist feucht-warme Luft, Schmerzbekämpfung und Beruhigung der Kinder. Hilfreiche Medikamente gibt es kaum. Bei schwerer Atemnot sollte Cortison eingesetzt werden, das zu einer Abschwellung der Schleimhäute innert 30 Minuten führt. Aus praktischen Gründen eignen sich bei Kindern hierfür ein Saft (z.B. Celestamine©) oder Zäpfchen (z.B. Rectodelt©). Letztere Medikamente sollten mit Vorsicht eingesetzt, aber für alle Kruppkindern vorgehalten werden.

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