Giftpflanzen: Pfaffenhütchen

Noch sind sie nicht überall im Südwesten reif. Aber die Wärme des August wird die Pfaffenhütchen bald den Kindern in freundlichem Rot präsentieren. Foto: ptw

Die Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) sind hübsche Sträucher bzw. kleine Bäume mit orange-roten Früchten, die in unseren Gärten heute eher weniger anzutreffen sind. Ihre Schönheit reizt Kinder sie zu pflücken und zu probieren. Ingestionen kommen häufig vor, Vergiftungen sind jedoch eher selten. Die Samen der Früchte enthalten verschiedene Substanzen, so auch Alkaloide und Digitaloide. Neben dem Samen gelten aber auch die Blätter und die Rinde des Pfaffenhütchens als giftig.

Symptome

Im Vordergrund stehen Symptome des Magen-Darm-Traktes: Koliken, Durchfall und Fieber, die bis zu 15 Stunden nach der Aufnahme eintreten können. Daneben sind Leber- und Nierenschäden beschrieben.

Bis zu drei Samen werden problemlos vertragen. Die individuelle kritische Dosis ist jedoch nicht bestimmbar.

Therapie

Wenn maximal 3 Samen eingenommen wurden reicht es aus, zusätzliche Flüssigkeit anzubieten. In allen anderen Fälle (mehr Samen oder unklare Mengen) sollte ein Arzt konsultiert werden. Der muss im Einzelfall entscheiden, ob eine akute Giftentfernung notwendig ist

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