Monat: Dezember 2018

Diäten: Manches ist gesichert, vieles nicht

Ist es fair – so kurz vor Weihnachten – das Thema Diät nach vorne zu holen? Das frage ich mich. Aber egal. Erstens ist die Adventszeit nach christlicher Auffassung ohnehin eine Fastenzeit und zweitens kann es nicht schaden, dem Kater nach Weihnachten vorzubeugen.

Mit dem zunehmenden Wohlstand kamen die Diäten. Bereits 1972 hat der Amerikaner Robert Atkins die erste Low-Carb-Diät propagiert. In seinem berühmt gewordenen Buch „Diät-Revolution“ empfahl er Übergewichtigen, auf Kohlenhydrate (englisch: carbohydrate) möglichst zu verzichten. Es folgten viele andere Diäten. In den letzten zwei Jahrzehnten kamen dann die Diäten bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten hinzu. Die gab es zwar in Realität schon immer, aber die Gruppe der Gefühlt-Betroffenen hat enorm zugenommen. Somit dürfte es für viele Menschen heute schwierig sein, sich spontan zu einem gemütlichen gemeinsamen Essen zu treffen ohne vorher zu klären was im Essen drin sein darf oder nicht.

Bei dem Durcheinander von sich widersprechenden Empfehlungen grenzt es fast an ein Wunder, dass sich vier Wissenschaftler mit unterschiedlichen Überzeugungen auf diesem Sektor zusammenfanden und in der angesehenen Zeitschrift SCIENCE gemeinsam einen Artikel veröffentlichten. In Dietary fat: From foe to friend? (in deutsch bedeutet das soviel wie: Fett in der Diät: vom Feind zum Freund) setzen sie sich mit der Bewertung von Kohlenhydraten und Fett in der Ernährung auch in Bezug auf chronische Krankheiten auseinander. Dabei arbeiten sie sieben Punkte von gemeinsamen Überzeugungen heraus. Daneben stellen sie auch die weiterhin kontroversen Überlegungen – und das sind natürlich mehr, nämlich neun. Was sind nun die Kernpunkte, in denen sie wissenschaftlich übereinstimmen?

  1. Mit einem Schwerpunkt auf gute Qualität in der Ernährung kann für ein breites Spektrum an verschiedene Diäten mit unterschiedlicher Kohlenhydrat – Fett – Mischung eine gute Gesundheit und ein geringes Risiko an chronischen Erkrankungen erreicht werden.
  2. Sterblichkeit. Veränderung des relativen Risikos im Rahmen einer Langzeitstudie (momentan 32 Jahre) bei 126.233 Männern und Frauen (Wang et al). Foto: SCIENCE

    Gesättigte Fettsäuren sollten durch (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden.

  3. Ersatz von hoch verarbeiteten Kohlenhydraten (Getreideprodukte, Kartoffelprodukte, Zucker) durch wenig verarbeitete Kohlenhydrat-Produkte (Vollkorn, nicht-stärkehaltige Gemüse, rohe Früchte u.ä.). 
  4. Gesunde Menschen mit normalem Insulinstoffwechsel können verschiedene Diäten mit unterschiedlichem Verhältnis von Kohlehydrat/ Fett vertragen. Menschen mit Insulinresistenz (das sind nach Expertenansicht in Deutschland immerhin bis zu 20% aller Menschen) sollten eher Diäten mit wenig Kohlehydraten bevorzugen.
  5. Eine ketogene Diät kann für einzelne Menschen mit Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels sinnvoll sein. Langzeit-Studien zu dieser Frage stehen aber noch offen.
  6. Diäten mit niedrigem Anteil an Kohlehydraten und hohem Fettanteil benötigen keine speziell hohe Eiweißzufuhr oder tierische Produkte wie Fleisch. Als Ersatz sind fettreiche pflanzliche Produkte wie Öle, Nüsse, Samen und Avocado geeignet.
  7. Fragen betreffend Diät-bezogener chronischer Erkrankungen bleiben bestehen. 

Der Diät-Wahn hat auch für Kinder und Jugendliche Folgen. Genau genommen sogar schon, bevor sie zur Welt kommen. Denn auch Schwangere unterliegen den Einflüssen von Diäten und diese betreffen unmittelbar das werdende Baby. Es ist also gut, wenn sich Wissenschaftler zusammensetzen und herausarbeiten, was heute als gesichert anzusehen ist.

In der Novemberausgabe der Monatsschrift für Kinderheilkunde hat die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. den aktuellen Stand zu vegetarischen Kostformen im Kindes- und Jugendalter zusammengefasst.

Was geht rum? 15. Dezember 2018

Nebel, Hochnebel, Kälte. Die Zeit der Atemwegsinfekte ist gekommen. Kinder und Jugendliche sind vom einfachen Husten durch trockene Raumluft ebenso betroffen wie von Racheninfekten, Bronchitis und in einzelnen Fällen auch Lungenentzündung (Bronchopneumonie). Immer häufiger tritt auch Fieber auf. Wie damit umzugehen ist beschreibt ein Beitrag im praxisblättle.

Während in allen Landkreisen maximal 2 Erkrankungen an Influenza zu verzeichnen sind, weist die aktuelle Statistik des Landesgesundheitsamtes jeweils 12 Neuerkrankungen für den Landkreis Ravensburg und ebenso viele für den Bodenseekreis aus. Für die Landeshauptstadt Stuttgart sind übrigens keine Neuerkrankungen gemeldet worden.

In der kühlen Jahreszeit werden die Wohnungen gut geheizt. Es wird sehr gemütlich im Haus, aber die Luft leider auch trocken. Das führt im Nebeneffekt auch zu trockener Haut gerade bei Kindern und Jugendlichen, die von Neurodermitis betroffen sind. Es ist ratsam, die Pflege der Haut sehr konsequent und regelmäßig durchzuführen, um Entzündungen mit schwerem Juckreiz und Schmerzen vorzubeugen.

Was geht in der Welt rum? Familien, die über Weihnachten eine Reise nach Südafrika eingeplant haben, sollten sich weitere Informationen zum Thema Tollwut einholen. Dort sind in diesem Jahr 15 Todesfälle gemeldet worden, die alle auf einen Hundebiss hin auftraten. Betroffen waren die Provinz KwaZulu-Natal (Todesfälle), Provinz Eastern Cape (6) und die Provinz Mpumalanga (1). Ein sicherer Schutz ist durch eine aktive Impfung zu erreichen.

Sind Grippeimpfungen für Kinder sinnvoll?

In der hochangesehenen Zeitschrift THE LANCET ist vor wenigen Tagen ein Artikel erschienen, der sich mit der Grippeimpfung von Kindern befasst.

Die Forschergruppe um Shuo Feng von der Universitätsklinik in Hongkong (China) untersuchte in den letzten 5 Jahren 15 695 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren im Rahmen von Krankenhausaufenthalten. In dieser Gruppe von Patienten mit Atemwegserkrankungen konnten bei 2500 (15.9%) Kindern und Jugendlichen eine Infektion mit dem Virus Influenza A oder B nachgewiesen werden. Alle Erkrankungsverläufe wurden in Beziehung gesetzt mit einer erfolgten oder nicht erfolgten Impfung. Die Impfung gegen Influenza erfolgte dabei fast immer im Monat Dezember (was für Hongkong der empfohlene Zeitpunkt für diese Impfung ist).

Dabei zeigte sich, dass die Grippeimpfung (Impfung gegen Influenza) hoch effektiv war. Sie konnte eine Grippe (Influenza A oder B) für die Monate September bis Dezember bei 79% der Geimpften verhindern. Danach ging sie für die Monate Januar bis April auf 67% und für die Monate Mai bis August auf 45% zurück. Die Forscher errechneten, dass die Wirksamkeit der Grippeimpfung pro Monat um etwa 2-5 % absank.

Was zeigt die Studie?

Erstaunlich ist zunächst, wie viele Kinder und Jugendliche untersucht werden konnten. Ganz besonders wichtig ist aber, dass bei Kindern die Grippeimpfung wirksam ist – und: sie wirkt gut. Dass sogar 6 Monate nach der Impfung noch ein Schutz von fast 50% besteht erstaunt und erfreut.

Laufräder – Start zum sicheren Fahren

Laufräder sind eine prima Erfindung. Einfach zu nutzen: Aufschwingen und los geht’s. Und wenn’s mal schwierig wird und sich ein Auto in den Weg stellen sollte – der Absprung geht unkompliziert. Selbst motorisch wenig begabte Kinder können damit gut umgehen und sich Fähigkeiten erwerben, die beim Umstieg auf Roller und Fahrrad sehr hilfreich sind. Ein sinnvoller Kauf.

Aber welche Laufräder sind gut?

Da ist wieder einmal der Check der Stiftung Warentest eine gute Hilfe für uns technische Laien. Im neuesten Heft (12/2018) schreiben die Tester jedoch, dass „Schadstoffe in Griffen, Sätteln oder luftgefüllten Gummireifen“ die Testbilanz vermiesen. Letztlich werden 3 Laufräder für „GUT“ befunden, die im Folgenden kurz zusammengestellt sind. Alle sind für Kinder bis etwa 5 Jahre geeignet.

Name Preis Note Anmerkung
 Puky Laufrad LR1 73 € 2.2  Stahllaufrad mit Trittbrett, Seitenständer, 11 Zoll
 BTwin Runride 100 35 € 2.5  Stahllaufrad, 10 Zoll
 Kettler Speedy 10“ 40 € 2.5  Stahllaufrad, 10 Zoll

Ein gutes und bezahlbares Weihnachtsgeschenk? Zumindest dann, wenn man ein paar Gummistreifen an den Zimmerwänden in Kauf nimmt. Denn eines ist klar: Kinder werden schon am Heiligabend aufsteigen und in der Wohnung loslegen.

Was geht rum? 08. Dezember 2018

Abbildung 1. Konsultationsinzidenz in Deutschland pro 100.000 Einwohner von der KW 40 in 2017 (Anfang Oktober 2017) bis heute. Foto: RKI

In Baden-Württemberg steigt die Zahl der Atemwegserkrankungen seit Wochen weiter an, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza meldet. So stieg der Praxisindex der Atemwegserkrankungen in den letzten vier Wochen von 92 auf zuletzt 125 (47. KW). Dabei gelten Werte bis 115 als Hintergrundaktivität – also normal. Dieser Trend ist außer in Bayern und Sachsen-Anhalt aber auch in den anderen Bundesländern zu beobachten (siehe Abbildung 1). Es zeigt sich, dass insbesondere die Kinder unter 4 Jahren (rote Linie) erkranken – die Erwachsenen kaum (blaue Linie).

Abbildung 2. Rate an grippeähnlichen Infektionen (ILI) für die Saison 2016/2017 (Kinder: gestrichelt orange), 2017/2018 (Kinder: orange) und jetzt (Kinder: rote Linie). Foto: GrippeWeb

In den untersuchten Proben (Nasen-Rachenabstriche) stehen die Rhinoviren ganz im Vordergrund. Bislang wurden nur einzelne RS-Viren oder Influenza-Viren gefunden. In der 47. Kalenderwoche konnten in Deutschland in 81 untersuchten Proben Grippeviren nachgewiesen werden. Dennoch liegt gerade für Kinder die Zahl der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI – siehe Abbildung 2) spürbar über dem Niveau der letzten Jahre. Kurz gesagt: die Infektwelle hat für Kinder begonnen, aber noch nicht für Erwachsene.

Daneben gibt es Hinweise, das Keuchhusten (Pertussis) wieder häufiger auftritt. Schon bevor klar ist, ob sich das weiter bestätigt, sollten alle Eltern den Impfschutz ihres Kindes und von sich selbst überprüfen. Auch Erwachsene können an Keuchhusten erkranken – was eine erhebliche Belastung für die Betroffenen ist. Und: ein höchstes Risiko für Kinder, inbesondere Säuglinge. Die Impfung gegen Keuchhusten ist bei abgeschlossenem Impfzyklus hoch wirksam.

Was geht  in der Welt rum? In Japan ist ein Ausbruch an Röteln in Tokio sowie den Präfekturen Chiba, Kanagawa, Aichi, Ibaraki und Saitama auf der Insel Honshu zu beobachten. Seit Beginn des Jahres sind über 2000 Erkrankungsfälle registriert worden. Wichtig ist, den eigenen Impfschutz vor einer Reise nach Japan zu überprüfen.

Inzwischen hat sich die Masern-Endemie in Madagaskar weiter verschärft. Nach der neuesten Meldung von midi-madagasikara von gestern (07.12.2018) sind inzwischen 8215 Erkrankungsfälle bekannt. Davon erhalten 575 Kinder eine Behandlung im Krankenhaus.

HPV-Impfung: Nun auch für Jungen eine Kassenleistung

Ganz aktuell kam gerade von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die Nachricht, dass die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) nun auch für Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren eine Kassenleistung ist. Darüber hatte das praxisblättle gerade vor einer Woche berichtet. Der genaue Wortlaut der KBV-Meldung:

Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist am 30. November in Kraft getreten. Damit übernehmen jetzt alle gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Impfung.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte den Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie im September gefasst und damit eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) umgesetzt. Diese hatte sich im Juni für die Standardimpfung gegen Humane Papillomviren (HPV) auch für Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren ausgesprochen. Für Mädchen in diesem Alter ist die HPV-Impfung bereits seit Juli 2007 eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Zwei Impfungen im Abstand von mindestens fünf Monaten

Humane Papillomviren können Krebserkrankungen auslösen. Eine Immunisierung sollte vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen.

Bei der HPV-Impfung sind im Alter von neun bis 14 Jahren zwei Impfungen im Abstand von mindestens fünf Monaten notwendig. Sollte die erste HPV-Impfung im Alter von 15 Jahren oder älter verabreicht werden, sind insgesamt drei Impfungen erforderlich. Eine Nachholimpfung sollte bis zum Alter von 17 Jahren erfolgen. Ziel der HPV-Impfung von Mädchen und Jungen ist die Verringerung von durch HP-Viren hervorgerufenen Tumoren.

Impfung bei U11- sowie J1-Vorsorgeuntersuchung

Für die Impfung bieten sich insbesondere die U11-Vorsorgeuntersuchung (neun bis zehn Jahre) sowie die J1-Vorsorgeuntersuchung (zwölf bis 14 Jahre) an.

Für weitere medizinische Informationen möchten wir auf das praxisblättle vom Juni 2018 verweisen.

🎈 25 Jahre praxisblättle

Das praxisblättle wird in diesem Monat ein Vierteljahrhundert alt. Zu Beginn, in seiner ersten Ausgabe vom Dezember 1993 hieß es noch s’praxis-blättle.

Abbildung 1. Erstausgabe des praxisblättle aus dem Dezember 1993. Foto: ptw

Damals kam es tatsächlich noch auf Papier, als Blatt – als Blättle. Immerhin wurde das praxisblättle von Anfang an am Computer erstellt. Dessen Ausdruck wurde dann schlicht am Fotokopierer vervielfältigt. Meistens in irgendeiner Farbe, um’s ein bisschen peppiger zu machen. Die Abbildung rechts zeigt die Erstausgabe – in orange.

Fünf Jahre gingen ins Land, bevor das praxisblättle dann als Email erschien. In Abbildung 2 ist die Septemberausgabe aus dem Jahre 2002 in Auszügen wiedergeben. Mit der Email waren mehr Möglichkeiten für die Darstellung der Inhalte gegeben. Und der mühsame Zeitaufwand des Fotokopierens fiel weg. Und für alle Bezieher: Fortan war das praxisblättle kostenlos, nachdem zuvor jeweils 10 Pfennige zu berappen waren.

Abbildung 2. praxisblättle als Email aus dem September 2002. Foto: ptw

Es kamen immer wieder einzelne Verbesserungen, bevor die Email ein rundum neues Design – bunt und mit Bildern – ab Januar 2005 erhielt.

Abbildung 3. Artikel zum Thema Feinstaub aus dem August 2013. Foto: ptw

Mit Einführung des Blogs kam 2012 eine neue Ära. Die Verwaltung von Mail-Adressen fiel weg. Wer Interesse hatte konnte sich fortan jederzeit die Inhalte im Internet ansehen. Neue Beiträge im praxisblättle erschienen nun mehrmals pro Woche, meist drei Mal. Damit einher ging auch eine weitere Neuerung, die gut angenommen wurde: Die Kategorie: „Was geht rum?“. Jeden Samstag konnten die Leser nachsehen, was medizinisch Aktuelles vorlag.

In der aktuellen Form präsentiert sich das praxisblättle nach seit dem letzten Relaunch mit dem Jahreswechsel im Januar 2018. Das neue Format erlaubt längere Beiträge, verbunden mit gut lesbaren Hinweisen als Graphiken und auch Videos. Für Interessierte ist in aller Regel auch die Literaturquelle zu wichtigen Themen direkt mit einem Klick abrufbar.

Natürlich haben wir schon weitere Ideen um das praxisblättle weiter aktuell zu halten. Aber die müssen wie alles erstmal reifen.

An Geburtstagen darf man sich gemeinhin etwas wünschen, oder? Wir vom praxisblättle wünschen uns Rückmeldungen und Diskussionen mit unseren Lesern. Als wir die Häufigkeit unseres Blogs „Was-geht-rum?“ reduzieren wollten, haben viele von Ihnen uns rückgemeldet, wie wichtig Ihnen dieser Blog ist. Das war uns Anregung und Ansporn zugleich. Warum nicht auch zu anderen Themen?

Bleiben Sie uns auch in Zukunft gewogen.

Was geht rum? 01. Dezember 2018

Schlendern über die Weihnachtsmärkte. Mein erster Eindruck aus Lindau am Bodensee: Wow, viele Eltern mit vielen Kindern. Sie haben keine Angst vor der Kälte und sie gönnen den Kindern den Spaß am Lichtermeer und den Süßigkeiten. Prima.

Sind wieder da, die Noroviren. Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg berichtet, dass seit Mitte Oktober der Erkrankungen zunehmen. Mitte November wurden in einer Woche 148 Erkrankungen gemeldet. Davon waren ganz besonders die Säuglinge und Kleinkinder betroffen. Die Erkrankung beginnt rasch und heftig mit Erbrechen und Durchfall. Sie hat eine hohe Ansteckungsfähigkeit, weswegen Kinder unter 6 Jahren bei Verdacht auf diese Erkrankung den Kindergarten nicht besuchen dürfen (und auch nicht können!).

Natürlich gibt es neben dieser Magen-Darm-Erkrankung weiterhin Atemwegsinfektionen. Auffallend häufig ist ein massiver Schnupfen, der sehr lästig ist und den Schlaf stört. Racheninfekte sind auch dabei und einige Erkrankungen an Bronchitis.

Was geht in der Welt rum? Das DengueFieber zieht weiter um die Welt und führt zu enormen Erkrankungsfällen. Zuletzt liegen Berichte aus Angola (1340 gemeldete Fälle), Bangladesch (in diesem Jahr fast 10.000 Infektionen) und Guadeloupe in der Karibik vor. Mückenschutz ist die effektivste Maßnahme.