Was geht rum? 12. Januar 2019

"Glücklich & Gesund". Wer wünscht sich das nicht. Die zugehörigen Produkte kann man dann aus den Regalen greifen - wer's glaubt, bitte. Wer nicht, liest einfach öfter das praxisblättle. Aber Vorsicht: Dort ist die Welt viel komplizierter. Foto: ptw

Wie wäre es, man könnte sich Gesundheit aus dem Supermarkt besorgen, wie auf dem Bild oben zu sehen. In den USA wird sowas gelegentlich suggeriert. Aber zumindest Verbraucher in Europa hätten da meist berechtigte Zweifel.

Sie sehen, dass auch in diesem Januar immer mehr Menschen sich eine Infektion „holen“ und über viele Tage mit Schnupfen und Husten geplagt sind. Abschwellende Nasensprays verschaffen in der Nacht Linderung, tagsüber – bei den größeren Kindern – helfen Bonbons und Honig gegen den Reizhusten. Frische Luft ist wunderbar und manchmal ist es besser etwas Kälte zu ertragen und dadurch eine feuchtere Luft zum Atmen zu haben. Im kuschelig warmen Bett können Eltern ihre Kinder ja einfach fragen, was die Kinder als angenehm empfinden. Oft ist eine Temperatur um die 16 Grad Celsius ein guter Kompromiss.

Gegenüber der Vorwoche hat sich nichts wesentliches geändert. Infektionen der Atemwege sind vorherrschend. Neben den oben beschriebenen einfachen Racheninfekten gibt es auch Bronchitis. Aber weiterhin keine Grippe.

Kinderkrankheiten spielen momentan keine große Rolle für die Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg. Auch Keuchhusten kommt eher weniger vor. Die gemeldeten Erkrankungen lagen im abgelaufenen Jahr um fast 20% niedriger als im Jahr davor. Das würde auch dazu passen, dass die RSVInfektionen im Gegenzug wohl zunehmen.

Was geht in der Welt rum? Seit einigen Jahren ist es recht ruhig geworden um das Chikungunya-Fieber. Zuletzt war im Jahre 2014 ein Ausbruch in der Karibik (Martinique, Guadeloupe) beobachtet worden, nachdem diese Erkrankung Jahre zuvor auf wenige Orte in der Welt beschränkt war. Aktuell gibt es weltweit Erkrankungen. Einzelne in Mexiko und Honduras, besonders viele aber in Brasilien mit 82382 Infizierten im Jahre 2018. Aus Thailand werden seit November mehr als 2000 Erkrankungen gemeldet, Afrika ist bis auf den Sudan im Moment nicht betroffen. Beim Chikungunya-Fieber handelt es sich um eine Viruserkrankung, die meist mit Fieber verläuft und zu stärksten Gelenkschmerzen führt. Für Deutschland liegen bisher nur die Meldungen von 2017 vor: 33 Erkrankungen. Alle eingeschleppt, denn die Überträger finden sich nur in sub-tropischen Regionen. Eine Impfung gibt es nicht, Mückenschutz steht im Vordergrund.

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