Was geht rum? 26. Januar 2018

Schmuddelwetter. Da kann schon ein bunter Regenschirm die Tristesse durchbrechen. Oder eine Tasse Cacao am Kachelofen. Foto pwt

Nein, für die Pollen ist es im südlichen Baden-Württemberg weiterhin klar zu kalt. In der Region um Heidelberg und Weinheim – also den Plätzen im Südwesten, an denen sich die ersten Blüten des Jahres zeigen –  ist aber bereits ein leichter Pollenflug festgestellt worden.

Ansonsten sind im trüb-kalten Wetter die Atemwegsinfekte wieder einmal die Sieger über manches Immunsystem. An erster Stelle liegen die Infektionen der oberen Atemwege mit Entzündung der Kehlkopfregion (Laryngitis). Die zeigt sich mit Halsschmerzen, einer gewissen Heiserkeit und einem meist trockenem Husten. Bei manchen Kindern geht diese Infektion – rein räumlich gesehen – etwas tiefer und äußert sich als Krupphusten. Wenn diese Beschwerden für das Kind unangenehm sind bzw. mit auch nur von einer fraglichen Atemnot begleitet sind, sollte ein Kinder- und Jugendarzt zur Einschätzung hinzugezogen werden. Weitere Hinweise finden Sie hier.

Ach ja. Magen-Darm-Infektionen gibt es auch. Sie treten jedoch spürbar seltener auf als die Atemwegsinfekte. Spezielle Häufungen von Erregern sind nicht auszumachen. Wer weitere praktische Hilfe sucht kann sich hier im praxisblättle informieren.

Abbildung 1. Anzahl der Rachenabstriche auf Influenza. Blaue Säule = Abstriche aus Baden-Württemberg. Rote Linie: Anteil der positiven Tests in Prozent Foto: AG Influenza

Wie bereits im praxisblättle erwähnt, nimmt die Influenza – also die echte Grippe – weiter an Fahrt auf. Das zeigt auch die Häufigkeit der untersuchten Rachenabstriche auf Influenza. In diesen – siehe die Abbildung rechts – stellt sich ein rasanter Anstieg der positiven Tests dar. Das bedeutet: Die Ärzte vermuten mehr Influenza (und machen mehr Abstriche) und sie haben auch Recht (im Abstrich lassen sich Influenza-Viren nachweisen). Hoffen wir mal, dass die bisher noch kleine Grippewelle bald in sich zusammenfällt.

Was geht in der Welt rum? Malaria ist ein Dauerproblem besonders im tropischen Afrika. Es gibt jedoch auch andere Orte, die von dieser Geisel betroffen sein können. So die Dominikanische Republik, von vielen Urlaubern als Sonnenparadies sehr geschätzt. Immerhin traten im letzten Jahr 438 Neuinfektionen an Malaria auf, viele davon im Bezirk Santo Domingo Oeste. Urlaubern ist zu empfehlen, sich über das aktuelle Risiko und eventuelle Schutzmaßnahmen von einem Arzt für Reisemedizin informieren zu lassen.

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