Kurzsichtigkeit und Sonnenlicht

Strahlenden Sonnenschein gibt es auch an Wintertagen. Den sieht zwar nur das Gesicht, aber immerhin. Für die Augen sind die Kontraste günstig. Foto: ptw

Kurzsichtigkeit (Myopie) wird in der Regel als schicksalhaft angesehen. Und in der Tat ist es so, dass die Erkrankung eine familiäre Häufung zeigt. Insbesondere stellt die Kurzsichtigkeit der Mutter einen Risikofaktor für das Kind dar.

Untersuchungen aus China und Dänemark weisen aber auf einen Umweltfaktor hin, den wir beeinflussen können: das Tageslicht. In der dänischen Untersuchung (Cui et al, 2013) wurde nachgewiesen, dass Kinder im Alter von 8-14 Jahren eine geringere Zunahme der Länge des Augapfels hatten, wenn sie sich im Durchschnitt 2782 Stunden im Tageslicht aufhielten gegenüber denen, die sich nur 1681 Stunden draußen aufhielten. Eine chinesische Untersuchung bei Kindern von 6-12 Jahren kam zum gleichen Ergebnis.

Aktivität draußen ist also nicht nur günstig zur Verhinderung des Übergewichts oder von Asthma sondern auch zur Vorbeugung von Kurzsichtigkeit. Schöner als drinnen vor Bildschirmen zu sitzen ist es allemal.

Ein Grund mehr unseren Kindern den Weg nach draußen schmackhafter zu machen. Das geht auch im Winter.

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