Kinderkrankheit Drei-Tage-Fieber (Exanthema subitum)

Ausschlag bei Drei-Tage-Fieber (Exanthema subitum). Foto: ptw

Das Drei-Tage-Fieber (Exanthema subitum) ist eine Infektionskrankheit, die ähnlich wie Masern hoch ansteckend ist. Ausgelöst wird es durch das durch das Humane Herpes Virus 6 (HHV-6).

Bedingt durch seine hohe Ansteckungsfähigkeit, tritt das Drei-Tage-Fieber häufig bereits im Säuglingsalter, spätestens aber im Kleinkindesalter auf. Dabei breitet es sich in regionalen Wellen aus. Wenn es also rumgeht, betrifft es schnell alle kleinen Kinder einer Region.

Nach einer Inkubationszeit von 5 bis 15 Tagen tritt plötzlich sehr hohes Fieber (um 40° Celsius) auf fast ohne andere Krankheitszeichen. So ist der Rachen ist nur leicht gerötet. Manche Kinder sind stärker beeinträchtigt, die meisten trinken aber noch recht gut. In aller Regel verschwindet das Fieber im Laufe des vierten Tages innerhalb weniger Stunden, worauf der typische masernähnlich Ausschlag auftritt, der manchmal nur schwach und auch nur kurzzeitig zu sehen ist. Manchmal wird der Ausschlag überhaupt nicht festgestellt, wenn er nachts im Schlaf auftritt. Wenn er zu sehen ist, dann im Bereich der Brust, am Bauch und am Rücken. Damit ist die Diagnose sicher und es geht dem Kind deutlich besser. Bis zur vollen Genesung können aber manchmal noch einige Tage vergehen.

Beim Drei-Tage-Fieber kann auch eine Mittelohrentzündung auftreten. Recht typisch ist, dass bei dieser Krankheit mit sehr hohem Fieber das Risiko für Fieberkrämpfe erhöht ist. Das einmal durchgemachte Drei-Tage-Fieber tritt im weiteren Leben nicht mehr auf. Deswegen ist es eine Kinderkrankheit – die erste Kinderkrankheit.

Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Fiebersenkende Medikamente (Paracetamol, Ibuprofen) sind gelegentlich sinnvoll, um den Stress für das Kind zu reduzieren. Nicht sinnvoll sind Versuche, das Fieber verhindern zu wollen und „vollständig“ zu senken.

Eine Impfung gegen das Drei-Tage-Fieber gibt es nicht.

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