Was geht rum? 04. Mai 2019

Die Farbe gelb prägt diese Wochen des Jahres. Besonders kraftvoll zeigt sich die Rapsblüte. Sogar an trüben Tagen. Die Pollen des Raps sind jedoch so schwer, dass sie nur sehr selten die Schleimhäute der Menschen erreichen, um dort Allergien auslösen zu können. Foto: ptw

Die Natur ergrünt und blüht und damit steigen die verschiedenen Pollen in luftige Höhen. Vorreiter im Südwesten ist wie in jedem Jahr die Region am Oberrhein. Inzwischen liegen die Daten für die letzte Woche vor die zeigen, dass die Birkenpollen (siehe Abbildung 1) massiv zurückgehen und im Gegenzug die Gräserpollen (siehe Abbildung 2) ihren Flug hin zu dem Schleimhäuten der Menschen antreten. Der wird bis Sonntag zunächst zum erliegen kommen. Aber im Laufe der kommenden Woche sollten Gräserpollenallergiker auf anstrengendere Tage vorbereit sein. Bis dahin bleibt noch etwas Zeit, die Kinder- und Jugendärztin aufzusuchen, um mit ihr / ihm zu besprechen, wie die Belastungen für den Organismus gering gehalten werden können.

Abbildung 1. Birkenpollenflug der letzten Aprilwoche für Basel. Foto: pollenundallergie.ch

Abbildung 2. Gräserpollenflug der letzten Aprilwoche für Basel. Foto: pollenundallergie.ch

 

Kinder und Jugendliche waren in der letzten Woche vornehmlich von Luftwegsinfekten betroffen, die meist ohne weitere Komplikationen abliefen. Besonders aus dem Südschwarzwald – ganz besonders in der Region Waldshut – wurden viele Magen-Darm-Erkrankungen mit Rotaviren gemeldet. Die Erkrankungen hierfür liegen fast 60% über denen des letzten Jahres.

Eine weitere Häufung betrifft die relative seltene Hantavirus-Erkrankung (siehe auch das praxisblättle der letzten Woche). Nachdem im letzten Jahr bis Anfang Mai gerade mal 11 Erkrankungen in Baden-Württemberg registriert worden waren, sind es in diesem Jahr bereits 148. Mithin eine Steigerung um das 13-fache! Beim Betreten von Scheunen, Gartenlauben und Kellern sind Schutzmaßnahmen (Mundschutz, Handschuhe) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Moment sehr ratsam.

Was geht in der Welt rum? Die Tollwut wird seit 2018 in Thailand wieder häufig beobachtet. Betroffen ist die Hauptstadt Bangkok sowie der Nordosten und der Süden des Landes. In den ersten neun Monaten des letzten Jahres sind 17 Menschen an der Krankheit verstorben. Streunende – infizierte – Hunde sind die häufigste Ursache der Erkrankung. Für Touristen, die in Hotels untergebracht sind und geführte Touren unternehmen besteht nahezu kein Risiko. Andere, die einen langen Aufenthalt in Thailand planen und sich häufig von den Touristenpfaden entfernen sollten eine Impfung zusammen mit einem Reisemediziner in Erwägung ziehen.

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