Was geht rum? 11. Mai 2019

Biene, mit Pollen beladen. Foto: pixabay; skeeze

In der Natur ist der Aufbruch zu spüren. Es grünt, es duftet, es blüht. Damit verbunden bewegen sich – weitgehend für unser Auge unsichtbar – Pollen durch die Lüfte. Noch ist die Zeit für die große Attacke nicht ganz gekommen. Es war zu kühl und hat zuviel geregnet. Das zeigt die Grafik zum Pollenflug der Gräser am Oberrhein (Abbildung 1) sehr klar.

Gräserpollenflug der letzten Woche am Oberrhein (Basel). Foto: pullenundallergie.ch

Die aktuellen Wettervorhersagen deuten aber an, dass sich das Wetter ab Sonntag zum Besseren wendet. Aber nicht für die Allergiker. Sie müssen dann mit einem Anstieg des Pollenflugs rechnen.

Infektionen gibt es auch jetzt noch, aber deutlich weniger und andere als noch vor einem Monat. Zur Zeit sind dies – verursacht durch sog. Enteroviren – die Herpangina und die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (näheres hierzu in einem früheren Beitrag des praxisblättle’s). Daneben treten vermehrt Erkrankungen auf, die an den Keuchhusten erinnern: Parapertussis. Ursache sind ebenfalls Bakterien. Das Krankheitsbild verläuft in aller Regel jedoch schwächer als beim Keuchhusten.

Wie bereits geschrieben, sind Zecken schon seit Wochen aktiv. Das spiegelt sich auch in den Meldungen der FSME wieder. So sind alleine in der letzten Woche 5 Neuerkrankungen in Baden-Württemberg gemeldet worden. So viele, wie in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018. Damit stieg die Zahl der Neuerkrankungen auf 12. Für alle nochmals eine Erinnerung, dass die FSME-Impfung günstig sein könnte. Diese ist ganz besonders für Erwachsene bedeutsam. Für Einzelheiten rufen Sie gerne nochmals den Beitrag im praxisblättle vom letzten Jahr auf. Was da drin steht ist zwar ein Jahr alt, aber auch in diesem Jahr unverändert aktuell.

Was geht in der Welt rum? Unser – an Einwohnern – kleiner Nachbar Schweiz hat das gleiche Problem wie unser Ländle: die Masern. Waren im letzten Jahr noch 49 Menschen davon betroffen,, sind es in diesem Jahr bereits 155 (in 2019 zwei Todesfälle!). Hört sich zunächst harmlos an. Aber bei einer Bevölkerung von 8.5 Millionen ist das immerhin ein Masernfall auf 55.000 Menschen. In 4 Monaten! In Baden-Württemberg sind es mit 1 Fall auf 182.000 Einwohner deutlich weniger Erkrankungen. Deutlich erschreckender ist da Madagaskar, wo im letzten halben Jahr eine Masernerkrankung auf 175 Menschen zu beklagen war. Wie gut, wenn sich ein Land ein gutes Gesundheitssystem leistet – und leisten kann.

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