Was geht rum? 03. August 2019

Anschnallen. Und los kann's gehen. Egal ob im Auto, Bus oder Flugzeug es gibt viel zu entdecken. Noch schöner ist's zu Fuß beim Wandern Foto: ptw

Das Sommerwetter geht mit angenehmen Temperaturen weiter. Damit halten sich auch die Gräserpollen in mäßiger Anzahl in der Luft. Nur gelegentlich werden sie von Schauern weggespült. Die Pollen der Sommerkräuter (Spitzwegerich, Brennnessel und Sauerampfer) sind in eher geringen Mengen in der Luft. Anders die Beifußpollen: Sie sind hingegen in vielen Regionen auf dem Höhepunkt. Allergiker sollten bedenken, dass in gewissen Wetterlagen (etwa vor einem Sturm) oder in der Nähe von Feldern die Pollenbelastung plötzlich enorm hoch sein kann. Insofern sollte gerade auf Wanderungen immer ein Notfallmedikament mitgeführt werden.

Die Infekte spielen zum Glück für alle Kinder und Jugendlichen weiter nur die zweite Geige. Dennoch leiden einige Kinder und Jugendliche unter Magen-Darm-Infektionen. Bei den Rotaviren haben sich die Erkrankungszahlen in diesem Jahr gegenüber 2018 fast verdoppelt. Umsetzbare Schutzmaßnahmen gibt es nicht. Natürlich hilft Hygiene. Aber welches Kind kann das vernünftigerweise im Kindergarten oder der Schule noch besser umsetzen? So verwundert es auch nicht, dass in zwei Kindertagesstätten Ausbrüche mit Noroviren zu beobachten waren, die extrem ansteckend sind.

Atemwegsinfekte gibt es auch noch. Dabei handelt es sich meist um Racheninfekte. Aber auch der Keuchhusten zeigte zuletzt eine Häufung. Aus der Region Waldshut wurden in der letzten Woche 7 Neuerkrankungen gemeldet.

Foto: twitter

In Berlin gibt es ab diesem Schuljahr kostenloses Essen für alle Kinder der ersten bis zur sechsten Klasse. Freudig begrüßt das die SPD-Fraktion mit einem Essen, das man seinen Kindern wohl eher nicht auftischen würde – fettige Nudeln und ein paar Spritzer Ketch-up oben drauf. Vielleicht wäre es doch besser gewesen, ohne dieses spezielle Essen hungrig in den Unterricht zu gehen. Für eine gute Tomatensauce hat es wohl nicht mehr gereicht? Mal sehen, ob irgendwann auch im Ländle kostenloses Schulessen angeboten wird. Ob dann wohl auf Twitter Maultaschen zu sehen sein werden?.

Altersverteilung des West-Nil-Fiebers in Europa im Jahre 2014. Foto: European-Centre-for-Disease-Prevention-and-Control

Was geht in der Welt rum? Mit den sommerlichen Temperaturen hat das West-Nil-Fieber wieder Europa erreicht. Dabei handelt es sich um eine grippeähnliche Erkrankung, die nach einer Inkubationszeit von bis zu 2 Wochen (2-14 Tage) beim Menschen auftreten kann. Der Erreger – das West-Nil-Virus – wird dabei über verschiedene Mücken (Culex, Aedes) von Vögeln auf den Menschen übertragen. Die fieberhafte Erkrankung selbst dauert 3-6 Tage. Betroffen sind eher ältere Menschen, in sehr vielen Fällen verläuft die Erkrankung ohne jegliche Symptome (inapparent). Griechenland erlebt das West-Nil-Fieber seit 2010, in diesem Jahr sind 10 Personen erkrankt. In Italien wurde gerade die erste Infektion aus Padua gemeldet, zwei weitere Fälle und ein Todesfall werden aus Rumänien beschrieben. Eine Impfung gibt es nicht, guter Mückenschutz ist die effektivste Maßnahme. Kinder sind fast nie und Jugendliche eher selten betroffen. Die Komplikationen, in deren Folge die Tödlichkeit anstiegt, betrifft nahezu ausschließlich Personen über 65 Jahre.

In Europa starben im letzten Jahr 170 Personen am West-Nil-Fieber. In Deutschland ist diese Erkrankung bislang noch nie aufgetreten.

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