Was geht rum? 23. November 2019

Holzstapel. Wir sind auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Bald knistert wieder das Holz im Ofen . Leider mischen einige Haushalte problematische Stoffe hinzu. Besonders bei nebligem Wetter kann dies für Kinder und Jugendliche heftig spürbare Folgen für die Atemwege nach sich ziehen Foto: ptw

Kühle Tage im Herbst. Nebel, Hochnebel. Tagelang ist der Himmel trübe. Das sind die Zeiten, in den der Kachelofen geheizt wird und – je nach verwendetem Brennmaterial – mehr oder weniger dicke Schwaden den Kamin verlassen. Sie ziehen in Folge der Nebel schlecht ab und belasten die Atemwege nicht nur von Kindern und Jugendlichen. Asthma und Krupphusten sind häufige Folgen.

Im Moment erkranken Kinder in Baden-Württemberg an verschiedenen Atemwegsinfekten. Unter ihnen fällt die weiter zunehmende Häufigkeit an Krupphusten (auch Infektkrupp, Pseudokrupp und manchmal verkürzt Krupp genannt) auf sowie gehäufte – und auch schwere – Lungenentzündungen. Letztere betreffen mehr Schul- als Kleinkinder.

Um den Husten zu mildern, sollte die Raumluft in den Häusern durch Stoßlüften frisch gehalten werden: Fenster für wenige Minuten öffnen, jedoch kein Kippen der Fenster. Bei einer Zimmertemperatur von 20-22 Grad Celsius ist es zum einen warm genug in der Wohnung und zum anderen ist die Luft nicht gar so trocken. Alle hustenden Menschen spüren, dass kältere und damit feuchtere Luft angenehmer ist als wärmere. Weniger zu heizen ist also meist besser.

Die Magen-Darm-Erkrankungen sind naturgemäß seltener in diesen Herbsttagen, aber nicht ganz zu unterschätzen. Die Noroviren betreffen weiterhin einige Kindergärten. Sogar die Rotaviren, die eigentlich eher wenig aktiv sein sollten, haben in einem Kindergarten in Baden-Württemberg 28 Personen betroffen. Die bakteriellen Erkrankungen mit Salmonellen und Campylobacter hingegen liegen in der Häufigkeit im Jahresmittel. Insgesamt kein Anlass für Sorgen bei den Eltern. Die Möglichkeiten sich der viralen Erreger (Noro- und Rotaviren) zu erwehren sind leider begrenzt.

Was geht in der Welt rum? das Dengue-Fieber hat in den letzten Jahrzehnten die ganze Welt erobert. Trotzdem findet es kaum Erwähnung, wenn es um Reisen nach Afrika geht. Zu sehr stehen hier schwerwiegenderen Krankheiten wie Malaria und Schistosomiasis im Vordergrund. Die aktuellen Meldungen zeigen, dass Dengue durchaus auch in Afrika bedeutsam ist: In Burkina Faso sind in diesem Jahr 5530 Erkrankungen registriert worden (24 Todesfälle), auf der wenig besiedelten Insel La Réunion sind es gar 18.060 Erkrankungen im Jahre 2019 bei 14 gesicherten Sterbefällen. Mückenschutz ist weiterhin die einzig mögliche Maßnahme der Vorbeugung.

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