peter
Autor

Kinder- und Jugendarzt

Alle Artikel von peter

Infekt- und Fieberkrämpfe

Fieberkrämpfe sind für Eltern und die betroffenen Kinder ein großer Schrecken. Und dennoch sind sie in den allermeisten Fällen nicht so schlimm wie sie im ersten Moment erscheinen.

Heute sprechen Mediziner meist vom Infektkrampf, weil dieser im Zusammenhang mit einem Infekt auftritt. Fieber muss nicht zwingend dabei sein, kann aber. Der Begriff Fieberkrampf alleine, schließt also die anderen Infektkrämpfe aus, die ohne Fieber auftreten.

Von Infektkrämpfen betroffen sind Kinder im Alter 6 Monaten bis 5 Jahren. In dieser Altersgruppe ist das kein seltenes Ereignis: 2 – 5% der Kinder erleiden einmal einen Infektkrampf, also nahezu jedes 20. Kind. Der Auslöser für den Krampf ist unbekannt. Gut bekannt ist hingegen, das dieser Krampfanfall häufig das erste Zeichen einer Infektionskrankheit ist. Nachdem Kinder zunächst etwas quengelig sein mögen und etwas lustloser, kommt – noch bevor Eltern das richtig bemerken können – mit dem ersten Anstieg des Fiebers gleich der Krampfanfall:

  • in der Regel symmetrische Zuckungen von Armen und Beinen
  • Verdrehen der Augen
  • die Kinder sind nicht ansprechbar
  • die Dauer des Krampfes liegt (ohne Maßnahmen) häufig bei 2 bis 3 Minuten

Abbildung 1. Nach der Impfung sinusförmiger Verlauf des Risikos für Infektkrämpfe.

Gehäuft treten Infektkrämpfe beim Dreitagefieber (Exanthema subitum auf). Auch nach Impfungen kann das Risiko kurzzeitig erhöht sein, um danach – wie in der nebenstehenden Abbildung gezeigt – ebenso kurzzeitig erniedrigt zu sein.

In seltenen Fällen können auch komplizierte Infektkrämpfe auftreten, die einer weitergehenden Untersuchung bedürfen. Folgende Faktoren können ein erhöhtes Risiko darstellen und führen zur Diagnose „komplizierter Infektkrampf“:

  • Dauer des Krampfes > 20 Minuten
  • wiederholte Krampfanfälle beim gleichen Infekt
  • einseitiges Krampfmuster („fokaler Krampf“)

Im Gegensatz zur Epilepsie, treten die Infektkrämpfe nur im Zusammenhang mit einer Infektion auf. Die Epilepsie hingegen zeigt in aller Regel Anfälle, die unabhängig davon stattfinden. Das spätere Epilepsierisiko für Kinder mit Infektkrämpfen liegt bei 2 – 4%. Auch wenn beide Krankheitsbilder Krämpfe machen, spricht man beim Infektkrampf nicht von einer Epilepsie.

Therapie

Im Zusammenhang mit einem Fieberkrampf äußern Eltern immer wieder die Sorge, dass sie doch lieber „ein Fieberzäpfchen vorher gegeben hätten“. Auch manche Ärzte empfehlen dies den Eltern. Dieses Vorgehen erzeugt bei den Eltern oft große Schuldgefühle, weil sie den ersten Fieberanstieg immer verpassen (müssen). Dieser Moment kann nicht von außen präzise erfasst werden. Studien belegen im Übrigen, dass Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen den Krampf nicht verhindern würden.

Viel wichtiger sind die Sofortmaßnahmen, die beim Auftreten eines Krampfes ergriffen werden sollten:

  1. Sturzrisiko: beim Anfall das Kind umgehend auf den abgepolsterten Boden legen
  2. Kind in Seitenlage bringen, um bei möglichem Erbrechen eine Erstickungsgefahr zu vermeiden (Aspirationsrisiko)
  3. wenn möglich: Dauer des Anfalls messen (auf die Uhr schauen). Subjektiv sind 2 Minuten Krampfdauer beim eigenen Kind sehr lang
  4. wenn möglich: kurzes Video in Bezug auf das Krampfmuster (z.B. durch eine weitere anwesende Person)
  5. danach Kinder- und Jugendarzt (tagsüber) oder Notdienst (nachts) informieren

Während des Krampfes ist es sinnvoll, dass die Eltern bei ihrem Kind sind und es beobachten. So gut wie immer kommt der Anfall nach wenigen Minuten spontan zu einem Ende. Danach sollte der Kinder- und Jugendarzt/in (tagsüber) aufgesucht werden. Er/sie kennt das Kind am besten und kann und kann am besten einschätzen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. In aller Regel ist das nicht der Fall.

Tritt ein Krampfanfall bei einem Säugling (besonders wenn er jünger als 6 Monate ist) während Fieber auf, muss diese Untersuchung umgehend erfolgen. In diesem Alter kann ein Krampfanfall auch das erste Zeichen einer Hirnhautentzündung sein.

Was geht rum? 18. Mai 2019

Verkehrssicherheit ist wieder ein Thema seit vermehrt E-Scooter und E-Bikes auf die Straßen und die Bürgersteige in Deutschland drängen. Die Frage, wer nun auf dem Bürgersteig fahren darf ohne die Fußgänger – und hier ganz besonders die Kinder – zu gefährden wird nun in aller Breite diskutiert. Gut so.

Abbildung 1. Verkehrstote auf den Straßen der USA. Seit 2010 ist das Risiko für Fußgänger sprunghaft gestiegen. Foto: Economist

Erschreckend ist eine Statistik, die der Economist in dieser Woche veröffentlichte. Diese befasst sich mit den getöteten Fußgängern im Straßenverkehr. Bezogen auf die gefahrenen Meilen amerikanischer Autos ist demnach das Risiko für Fußgänger im Verkehr getötet zu werden seit dem Jahr 2009 klar angestiegen. Dem Economist liegen Zahlen des Start-up-Unternehmens Zendrive vor, das die Nutzung des Smartphones im Auto im vergangenen Jahr nachvollziehen konnte. Demzufolge soll das Handy bei 60% aller Fahrten verbotenerweise zum Einsatz kommen. Das würde auch die Graphik erklären. Denn das erste iphone kam in den USA im Jahr 2007 heraus. Danach folgte ein Siegeszug der Smartphones. Heute gibt es in den USA fast so viele Smartphones (260 Millionen) wie Einwohner. Es sind vermutlich nicht nur die elektrisch betriebenen Roller und Räder die unsere Kinder bedrohen. Wir selber als Autofahrer sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko, besonders, wenn wir so nebenbei das Handy nutzen sollten.

Eine ständige Belästigung – und ganz selten auch eine echte Gefahr – stellen Infektionen für Kinder dar. Im Moment sind das besonders die Enterokokken, wie letzte Woche auch: Hand-Fuß-Mund-Krankheit und Herpangina sind die wichtigsten Vertreter. Einer Ansteckung haben Kinder unter 10 Jahren wenig entgegenzusetzen, da sie diesen Erkrankungen noch nicht so oft begegnet sind. Eine Impfung gibt es nicht, eine direkt wirksame Therapie auch nicht. Es lohnt auch nicht, Kinder „davor zu schützen“, indem man sie nicht in die Kindertagesstätte oder zu Freunden gehen lässt. Ihr Körper soll durchaus lernen, mit diesen Enteroviren umzugehen. Das geht leider nur, wenn man die Krankheit – hoffentlich in schwacher Form – durchmacht.

Eine weitere Erkrankung mit Ausschlag macht noch die Runde: die Ringelröteln. Dies ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die jedoch von den meisten Kindern ohne spürbare Probleme durchgemacht wird – bis auf den Ausschlag.

Abbildung 2. Krankheitshäufigkeit (Inzidenz) des Hantavirus in Bezug auf die gemeldeten Fälle der Landkreise mit Stand 6. Mai 2019. Foto: LGA Baden-Württemberg

Von den Hantaviren werden fürs Ländle enorm hohe Zahlen gemeldet: Allein 30 Neuerkrankungen in der letzten Woche gegenüber 11 Erkrankungen in den ersten 19 Wochen des letzten Jahres. Betroffen sind inbesondere die Landkreise auf der Schwäbischen Alb. Hier im praxisblättle finden Sie weitere Informationen, wie man das Risiko für eine Ansteckung mit dem Hantavirus deutlich verringern kann. Für Kinder durchaus wichtig!

Die Saison der Magen-Darm-Infektionen mit dem Rotavirus geht in diesem Jahr recht lange. Nachdem in der letzten Woche 121 neue Erkrankungen gemeldet wurden, liegen die Erkrankungszahlen im Vergleich zum letzten Jahr fast beim doppelten.

Abbildung 3. Gräserpollenflug der Region Münsterlingen. Foto: pollenundallergie.ch

Ach so die Pollen! Für sie läuft’s zum Glück aller Allergiker nicht so gut. Nun wird es zwar etwas wärmer. Die Meteorologen sagen aber auch öfter Regen voraus, so dass die Belastung mit Gräserpollen weiterhin eher gering bleiben dürfte.

Was geht in der Welt rum? Das Dengue-Fieber setzt seinen Siegeszug weiter fort. Davon betroffen sind auch verschiedene Touristendestinationen. Allen voran Brasilien (mit  282.414 Neu-Infektionen alleine in diesem Jahr), die Dominikanische Republik (1.400 Erkrankungen in 2019), Französisch Polynesien (39 Erkrankungen), die Malediven (1.900 Erkrankungen), die Philippinen (59.140 Erkrankungen), Tansania (1.122 Erkrankungen) und Réunion mit 9.200 Infektionen in diesem Jahr. Einzige effektive Schutzmaßnahme ist der Mückenschutz. Für Einzelheiten schauen Sie gerne nochmals hier im praxisblättle nach.

Mama, mir ist schlecht – Reisekrankheit

In meiner Kindheit war das noch der Normalzustand: Einsteigen ins Auto, Fahrt über die vor 50
Jahren recht kurvigen und holprigen Straßen. Und nach wenigen Kilometern musste angehalten werden. Wir Kinder erleichterten uns am Straßenrand. Auf der weiteren Fahrt wiederholte sich das alle 30 bis 40 Kilometer.

Heute hat man dafür einen Namen, Reisekrankheit, medizinisch auch Kinetose genannt.
Die kommt heute jedoch selten vor. Kinder wachsen mit dem Auto auf. Vielen dient es fast schon als Schlafmittel. Und so verwundert es kaum, dass sie damit gut zurecht kommen.

Gibt es hilfreiche Medikamente?

Die Schwierigkeit bei der Reisekrankheit ist, dass hier viele verschiedene Reize im Gehirn ungünstig verschaltet werden. Dementsprechend wären auch unterschiedliche Arzneien notwendig, um gezielt und sicher zu helfen. Momentan kommen zwei davon häufiger zur Anwendung:

Scopolamin. Das ist als Anticholinergikum ein Gift, das aus Nachtschattengewächsen gewonnen wird. In niedriger Dosierung führt es zu leichter Hemmung des Brechzentrums und zur Beruhigung. Es kommt als transdermales Pflaster (TTS-S) zur Anwendung. Das Pflaster muss 6-8 Stunden vor drohender Reisekrankheit eingesetzt werden und wirkt dann nahezu 3 Tage lang. Wegen des hohen Risikos für Halluzinationen sind die Pflaster für Kinder überhaupt nicht (laut Herstellerangaben unter 10 Jahren nicht zugelassen) und für Jugendliche sinnvollerweise erst ab 16 Jahren geeignet.

Als zweite Arznei zeigt Dimenhydrinat (Vomex A©, Vomacur©) eine gewisse Wirkung, die aber auch bei unter 50% liegt. Wie bereits im praxisblättle beschrieben, ist der Einsatz dieser Substanz für Kinder und Jugendliche eher ungünstig.

Was tun, wenn Kinder doch unter der Reisekrankheit leiden und es ihnen oft übel wird?

Während der Autofahrt zu lesen oder in ein Tablet zu schauen ist ungünstig. Besser ist es, die Aufmerksamkeit des Kindes auf Dinge in weiterer Entfernung zu lenken. Dazu bieten sich Spiele an, damit Kinder angeregt werden dies zu tun. Zum Beispiel: „Wie viele Autos auf unserer Straße sind rot?“. Oder später das klassische Spiel mit den Tee-Kesselchen für die Älteren. Dabei gilt es Worte mit Doppelbedeutungen zu finden: „Maus“ – die Maus als Tier oder die Computermaus. Meist beschreibt ein Spieler was er sieht, etwa „Auf meinem Tee-Kesselchen wachsen Pflanzen“ = „Erde“. In diesem Fall die Erde vom Acker, aber Erde steht auch für
die Erdkugel.

Kinder müssen aus Sicherheitsgründen auf der Rückbank sitzen. Diejenigen, denen es gerne beim Fahren übel wird, sollten in die Mitte platziert werden. Dann können sie ihren Blick problemlos in die Ferne richten. Zum Seitenfenster hinauszuschauen ist ungünstig. Und: frische Luft ist immer gut.

Fazit. Weil die Reisekrankheit durch komplexe unterschiedliche Prozesse entsteht, gibt es bis heute keine einfache Therapie. Eine solche ist in absehbarer Zeit auch nicht zu erwarten. Die verfügbaren Medikamente sind eher schwach wirksam und weisen für Kinder (und Jugendliche) ein sehr ungünstiges Spektrum an unerwünschten Wirkungen (wie Halluzinationen) auf. Deswegen stehen weiterhin die Verhaltensmaßnahmen ganz im Vordergrund.

Insektenstiche und Allergie

In den kommenden Wochen wird das Problem der Mückenstiche zunehmen. Wir beobachten in den letzten Jahren zwar einen deutlichen Rückgang an Insekten, dennoch können zum Beispiel Stechmücken an lauen Abenden draußen sehr lästig sein.

Abbildung 1: Quaddel. Foto: ptw

Dabei ist es häufig nicht der Stich an sich der so lästig ist, sondern meist die allergische Spätreaktion, die ihm folgt. Diese Reaktion tritt frühestens 8 Stunden später auf und zeigt sich mit einer deutlichen Schwellung/ Quaddel (meist > 30 mm) und Juckreiz. Gerade bei kleineren Kindern, die mit dem Juckreiz schlecht zurechtkommen, treten bald Kratzspuren und manchmal auch Entzündungsreaktionen in der Folge auf.

Wie kann man sich vor Insektenstichen schützen?

Eine alte Frage. Einen perfekten Schutz gibt es nicht. Sofern technisch und finanziell möglich, sind Schnakengitter in der Wohnung sehr wirksam. Ansonsten ist die Anwendung von Repellents sinnvoll. Das beste hierbei ist DEET (z.B. Anti-Brumm®, zu 75 ml etwa 8 Euro). Dieser Stoff wirkt sicher über 4 Stunden, ist leicht klebrig auf der Haut und wird deutlich
besser vertragen als bislang angenommen. Vorsicht nur im Gesicht und an Händen, weil er zu Reizungen der Bindehäute führen kann und Kinder mit den Händen gerne mal ins Gesicht fassen. Mit der Anwendung kann man bei Kindern ab 3 Jahren beginnen. Nicht ganz so gut wirksam, aber gerade für kleine Kinder besser verträglich ist Icaridin (z.B. in Autan© Protection Plus Pumpspray – z.Zt. bei Discountern momentan im Angebot für 3,99 € pro 100 ml). Für genauere Informationen können Sie auf’s praxisblättle vom August 2018 zurückgreifen. .

….und wenn der Stich frisch aufgetreten ist?

Dann ist die Anwendung einer aufgeschnittenen Zwiebel für 5 min auf der Einstichstelle gut wirksam. Alternativ kann Speichel oder auch Kälte (Eiswürfel) die Zwiebel ersetzen – wer hat schon immer eine Zwiebel bei sich? Das berühmte Fenistil© Gel jedoch hat über einen kurzen kühlenden Effekt hinaus keine Wirkung.

…. und wenn die Schwellung bereits da ist?

Dann kann nur noch eine Cortisonsalbe helfen. Antihistaminika sind nicht wirksam. Der Einsatz von Cortison sollte jedoch auch bei diesen kleinen Flächen auf schwere Stiche begrenzt bleiben.

Können Insektenstiche gefährlich werden?

Manche Insekten wie Bienen und Wespen können – ähnlich wie Nahrungsmittel oder Medikamente – eine schwere Allergie hervorrufen. Diese zeigt sich vielfach durch akute Körperreaktionen nach Einstich, die über das übliche Maß hinausgehen. So kann die Einstichstelle deutlich anschwellen (was meist kein großes medizinisches Problem darstellt), es können aber auch Reaktionen an anderen Organen hervorgerufen werden. Um diese korrekt zu bewerten, sollte zeitnah ein Kinderallergologe aufgesucht werden. Dieser kann durch gezielte Nachfragen, Allergietests und gelegentlich auch Bluttests das Risiko für kommende Insektenstiche abschätzen.

Manche Kinder können bereits im frühen Kleinkindesalter eine solche schwere Allergie entwickeln. Dann besteht auch das Risiko für einen allergischen Schock. Das nennen wir in der Medizin Anaphylaxie. Diese betrifft in Europa immerhin einen von 300 Menschen, darunter 23% Kinder. Kürzlich wurden von der Gesellschaft Pädiatrische Allergologie (GPA) Hinweise veröffentlicht, wie Eltern ihre Kinder hiervor schützen können.

Was geht rum? 11. Mai 2019

In der Natur ist der Aufbruch zu spüren. Es grünt, es duftet, es blüht. Damit verbunden bewegen sich – weitgehend für unser Auge unsichtbar – Pollen durch die Lüfte. Noch ist die Zeit für die große Attacke nicht ganz gekommen. Es war zu kühl und hat zuviel geregnet. Das zeigt die Grafik zum Pollenflug der Gräser am Oberrhein (Abbildung 1) sehr klar.

Gräserpollenflug der letzten Woche am Oberrhein (Basel). Foto: pullenundallergie.ch

Die aktuellen Wettervorhersagen deuten aber an, dass sich das Wetter ab Sonntag zum Besseren wendet. Aber nicht für die Allergiker. Sie müssen dann mit einem Anstieg des Pollenflugs rechnen.

Infektionen gibt es auch jetzt noch, aber deutlich weniger und andere als noch vor einem Monat. Zur Zeit sind dies – verursacht durch sog. Enteroviren – die Herpangina und die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (näheres hierzu in einem früheren Beitrag des praxisblättle’s). Daneben treten vermehrt Erkrankungen auf, die an den Keuchhusten erinnern: Parapertussis. Ursache sind ebenfalls Bakterien. Das Krankheitsbild verläuft in aller Regel jedoch schwächer als beim Keuchhusten.

Wie bereits geschrieben, sind Zecken schon seit Wochen aktiv. Das spiegelt sich auch in den Meldungen der FSME wieder. So sind alleine in der letzten Woche 5 Neuerkrankungen in Baden-Württemberg gemeldet worden. So viele, wie in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018. Damit stieg die Zahl der Neuerkrankungen auf 12. Für alle nochmals eine Erinnerung, dass die FSME-Impfung günstig sein könnte. Diese ist ganz besonders für Erwachsene bedeutsam. Für Einzelheiten rufen Sie gerne nochmals den Beitrag im praxisblättle vom letzten Jahr auf. Was da drin steht ist zwar ein Jahr alt, aber auch in diesem Jahr unverändert aktuell.

Was geht in der Welt rum? Unser – an Einwohnern – kleiner Nachbar Schweiz hat das gleiche Problem wie unser Ländle: die Masern. Waren im letzten Jahr noch 49 Menschen davon betroffen,, sind es in diesem Jahr bereits 155 (in 2019 zwei Todesfälle!). Hört sich zunächst harmlos an. Aber bei einer Bevölkerung von 8.5 Millionen ist das immerhin ein Masernfall auf 55.000 Menschen. In 4 Monaten! In Baden-Württemberg sind es mit 1 Fall auf 182.000 Einwohner deutlich weniger Erkrankungen. Deutlich erschreckender ist da Madagaskar, wo im letzten halben Jahr eine Masernerkrankung auf 175 Menschen zu beklagen war. Wie gut, wenn sich ein Land ein gutes Gesundheitssystem leistet – und leisten kann.

Ein Klassiker bei Kindern: Apfelschorle im Test

Sie hat sich bei den Kindern einen festen Platz gesichert: die Apfelschorle. Obst, also auch der Apfel, ist für Kinder immer gut. Uns weil’s nicht zu süß sein soll, greifen Eltern gerne auf eine Mischung mit Wasser zurück.

Die Stiftung Warentest hat sich in einem Test mit diesem Getränk beschäftigt. Zunächst hat sie verschiedene Fertig-Schorlen untersucht und eher enttäuschende Ergebnisse gefunden. Für Baden-Württemberg sind folgende Ergebnisse – im positiven Sinne – Interessant:

Name Zucker Note Preis/Liter Anmerkung
ALDI Süd Goldfit 28,0 g 2,6 0,48 € Geschmack befriedigend
LIDL Solevita 29,0 g 2,6 0,48 € Geschmack befriedigend
NETTO StarDrink 28,0 2,6 0,48 € Geschmack befriedigend
EDEKA Gut&Günstig 28,0 2,7 0,46 € Geschmack befriedigend
PROVIANT naturtrüb 30,5 2,7 3,00 € teuer, Geschmack sehr gut

Die Untersuchung zeigt aber auch, dass der Zuckergehalt im Apfelsaft – bezogen auf 500 ml – bei 54 Gramm liegt. Das ist sogar mehr als bei Coca-Cola (50 Gramm – laut Stiftung Warentest). Bei der fertigen Apfelschorle (siehe Tabelle) liegt der Zuckergehalt bei 28 Gramm. Die Schorle kann auch zuhause selbst gemischt werden, dann lässt sich der Zuckergehalt mit einem  Mischungsverhältnis von 1:3 sogar auf 14 Gramm senken.

Abbildung 1. Zuckergehalt verschiedener Getränke Foto: Gyula Trebitsch Schule Tonndorf

Aus medizinischer Sicht kann die Apfelsaftschorle (in einer Mischung von 1 Teil Apfelsaft + 3 Teile Wasser) im Rahmen der Rehydratation nach Erbrechen sinnvoll sein. Einmal ist dieses Getränk den Kindern gut bekannt. Zum anderen enthält es Zucker (was in dieser Situation für den Körper wichtig ist) und Mineralien (was noch wichtiger ist) und ist isotonisch. Es ist zwar nicht ganz so ideal wie eine Elektrolytlösung (z.B. Oralpaedon©), hat aber den großen Vorteil: Kinder trinken die Apfelsaftschorle gerne.

Sicher ist, dass jedes Süßgetränk wie die Apfelschorle zuhause für Kinder wie Eltern die Ausnahme sein sollte. Nicht nur, dass mit dem Getränk erhebliche Kalorien zugeführt werden. Gerade bei Kindern, die immer mal wieder trinken, wird auch das Risiko für Karies deutlich gesteigert.

Besser als jeder Apfelsaft oder jede Apfelschorle ist in jedem Fall: ein frischer Apfel zum Reinbeißen

👓 plupp 02: Allergie

Anteil der Kinder in Deutschland, die von Asthma betroffen sind, in Prozent 1………………… 6,3%
Anteil der Kinder in Australien, die von einem Asthma betroffen sind, in Prozent 2…………….. 20,8%
Anteil der Kinder in Deutschland, die von Heuschnupfen betroffen sind, in Prozent…………. 10,7%
Anteil der Kinder in Australien, die von Heuschnupfen betroffen sind, in Prozent 3……………. 47,7%
Anteil der Kinder in Deutschland, die von Neurodermitis betroffen sind, in Prozent ………….. 13.2%
Anteil der Kinder in Australien, die von Neurodermitis betroffen sind, in Prozent 3…………….. 22,5%
Anzahl der Kinder, die an allergischem Schnupfen leiden (Prävalenz), in Deutschland.. 1.000.000
Direkte Kosten (Medikamente, Arzt u.a.) pro Kind in Deutschland, pro Jahr 600 €
Indirekte Kosten (Arbeitsausfall Eltern u.a.) pro Kind in Deutschland pro Jahr 800 €
Anzahl der Kinder, die an Asthma bronchiale leiden (Prävalenz), in Deutschland. 500.000
Direkte Kosten (Medikamente, Arzt u.a.) pro Kind in Deutschland im Jahr 2000 4 1089 €
Direkte Kosten (Medikamente, Arzt u.a.) pro Kind in den USA pro Jahr (2008-2013) 5 1537 €
Anzahl der Kinder, die an Neurodermitis leiden (Prävalenz), in Deutschland. 2.000.000
Direkte Kosten (Medikamente, Arzt u.a.) pro Kind in Deutschland, pro Jahr 2.200 €
Indirekte Kosten (Arbeitsausfall Eltern u.a.) pro Kind in Deutschland pro Jahr 1.200 €
In einer Praxis niedergelassene Kinder- und Jugendärzte in Deutschland im Jahr 2017 7357
In einer Praxis allergologisch tätige Kinderärzte in Deutschland im Jahre 2017 500
In einer Praxis allergologisch tätige Kinder-Lungenärzte in Deutschland im Jahre 2017 33

1  Lebenszeitprävalenz; Daten der KIGG-Studie des Robert-Koch-Instituts

2 e National Health Survey (NHS) 2004–05

3 International Study of Asthma and Allergies in Childhood: Alter 13-14 Jahre, Kategorie „ever“

4 Ältere Studiendaten, die zwischen 1999 und 2000 erhoben wurden: Schramm B, Ehlken B, Smala A, Quednau K, Berger K, Nowak D.: Cost of illness of atopic asthma and seasonal allergic rhinitis in Germany: 1-yr retrospective study., ERJ, 2003

, and : The Economic Burden of Asthma in the United States, 2008–2013,Annals of the American Thoracic Society, 2017

}

Abbildung 1. Drei-geteiltes Europa der Allergie-Experten. In den meisten Ländern ist der Allergologe als vollwertiger Facharzt anerkannt (grün), in anderen wie in Deutschland teilweise als „Subspezialist“ (gelb). Es gibt aber auch Länder, die keine Allergie-Spezialsten vorweisen können (rot). Foto: aus Publikation von N. Fyhrquist, T. Werfel, […], and R. Gerth van Wijk, 2019

Was geht rum? 04. Mai 2019

Die Natur ergrünt und blüht und damit steigen die verschiedenen Pollen in luftige Höhen. Vorreiter im Südwesten ist wie in jedem Jahr die Region am Oberrhein. Inzwischen liegen die Daten für die letzte Woche vor die zeigen, dass die Birkenpollen (siehe Abbildung 1) massiv zurückgehen und im Gegenzug die Gräserpollen (siehe Abbildung 2) ihren Flug hin zu dem Schleimhäuten der Menschen antreten. Der wird bis Sonntag zunächst zum erliegen kommen. Aber im Laufe der kommenden Woche sollten Gräserpollenallergiker auf anstrengendere Tage vorbereit sein. Bis dahin bleibt noch etwas Zeit, die Kinder- und Jugendärztin aufzusuchen, um mit ihr / ihm zu besprechen, wie die Belastungen für den Organismus gering gehalten werden können.

Abbildung 1. Birkenpollenflug der letzten Aprilwoche für Basel. Foto: pollenundallergie.ch

Abbildung 2. Gräserpollenflug der letzten Aprilwoche für Basel. Foto: pollenundallergie.ch

 

Kinder und Jugendliche waren in der letzten Woche vornehmlich von Luftwegsinfekten betroffen, die meist ohne weitere Komplikationen abliefen. Besonders aus dem Südschwarzwald – ganz besonders in der Region Waldshut – wurden viele Magen-Darm-Erkrankungen mit Rotaviren gemeldet. Die Erkrankungen hierfür liegen fast 60% über denen des letzten Jahres.

Eine weitere Häufung betrifft die relative seltene Hantavirus-Erkrankung (siehe auch das praxisblättle der letzten Woche). Nachdem im letzten Jahr bis Anfang Mai gerade mal 11 Erkrankungen in Baden-Württemberg registriert worden waren, sind es in diesem Jahr bereits 148. Mithin eine Steigerung um das 13-fache! Beim Betreten von Scheunen, Gartenlauben und Kellern sind Schutzmaßnahmen (Mundschutz, Handschuhe) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Moment sehr ratsam.

Was geht in der Welt rum? Die Tollwut wird seit 2018 in Thailand wieder häufig beobachtet. Betroffen ist die Hauptstadt Bangkok sowie der Nordosten und der Süden des Landes. In den ersten neun Monaten des letzten Jahres sind 17 Menschen an der Krankheit verstorben. Streunende – infizierte – Hunde sind die häufigste Ursache der Erkrankung. Für Touristen, die in Hotels untergebracht sind und geführte Touren unternehmen besteht nahezu kein Risiko. Andere, die einen langen Aufenthalt in Thailand planen und sich häufig von den Touristenpfaden entfernen sollten eine Impfung zusammen mit einem Reisemediziner in Erwägung ziehen.

Giftpflanzen: Maiglöckchen

Im Frühjahr laden uns die Farben vieler Pflanzen ein. Nur wenige davon sind aber hochgiftig. Dazu zählen die Maiglöckchen (Convallaria majalis).

Alle Bestandteile des Maiglöckchens enthalten in unterschiedlichen Konzentrationen herzwirksame Glykoside. Glücklicherweise werden sie nach Aufnahme über den Mund jedoch nur in geringen Mengen ins Blut aufgenommen.

Symptome

Übelkeit, Erbrechen, ggf. Herzrhythmusstörungen

Vorsicht

Bärlauch am Waldesrand. Foto: ptw

Die Blätter des Maiglöckchens können durch unerfahrene Menschen mit denen des Bärlauchs verwechselt werden. Letzterer hat ähnlich geformte Blätter, die jedoch deutlich weicher sind und – wenn man sie zwischen den Fingern reibt – knoblauchähnlich riechen. Der Bärlauch bereichert unsere Küche und ist wie die Maiglöckchen an Waldlichtungen zu finden. Der Bärlauch ist als junge Pflanze völlig ungiftig – und sehr schmackhaft

Therapie

Zunächst Notruf 0761 19244 wählen. Keine eigenmächtige Therapie

Kinderkrankheit: Scharlach

Scharlach ist eine der klassischen Kinderkrankheiten. Inzwischen wird sie aber von vielen nicht mehr als solche bezeichnet, da nach einem Scharlach durchaus weitere Erkrankungen an Scharlach auftreten können. Im Gegensatz zu beispielsweise Masern, die nur einmal im Leben auftreten, weil sich danach eine lebenslange Immunität gegen das Masernvirus ausbildet.

Was löst den Scharlach aus?

Die Erreger des Scharlach sind Bakterien: ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A. Seit ihrer Entdeckung durch Theodor Billroth und Paul Ehrlich ließen sich für diese Untergruppe über 80 verschiedene Serotypen (Variationen innerhalb einer Art von Bakterien/ Viren) nachweisen. Diese Streptokokken besiedeln in der Regel die Haut und den Rachen von gesunden Menschen. Unter gewissen Umständen können sie dort zu einer Erkrankung führen. Die Streptokokken im Rachen lösen dann eine eitrige Angina aus. Sitzen sie auf der Haut, können sie zu einer Wundinfektion führen.

Wie kommt es zum Scharlachausschlag?

Einige der Streptokokken tragen in sich einen sog. Bakteriophagen (ein Virus im Bakterium), das wiederum sog. Toxine – also eine Art Gift –  bildet. Diese Toxine sind es, die den Ausschlag beim Scharlach auslösen. Nach einer Erkrankung an Scharlach besteht eine vermutlich lebenslange Abwehr gegen das betreffende Toxin. Da es nach aktuellem Wissensstand aber mindestens 3 verschiedene Toxine gibt, kann jeder Mensch mindestens dreimal an Scharlach erkranken. Somit ist – streng genommen – Scharlach eigentlich keine Kinderkrankheit.

Gibt es auch Scharlach ohne Ausschlag?

Nein. Die genannten über 80 verschiedenen Streptokokken der Gruppe A können alle zu einer eitrigen Angina führen. Das nennt sich dann: Streptokokken-Angina. Erst wenn infolge der Wirkung der Toxine bei dieser Angina ein Ausschlag hinzu kommt spricht man vom Scharlach. Somit: Kein Scharlach ohne Ausschlag. Der kann manchmal aber durchaus sehr schwach ausfallen und besser fühlbar als sichtbar sein. Aber er muss klinisch vorhanden sein.

Wie läuft der Scharlach ab?

Scharlach wird als Tröpfchen- oder Kontaktinfektion übertragen. Er betrifft in aller Regel Kinder von 3 bis 14 Jahre (in den ersten beiden Lebensjahren gibt es die Erkrankung praktisch nicht). Nach der Pubertät ist er eher selten. Die Zeit bis zum Auftreten der ersten Symptome (Inkubationszeit) ist mit 1 bis 3 Tagen sehr kurz. Im klassischen Fall kommt es dann sehr rasch zu Erbrechen, Schüttelfrost, Fieber und Bauchschmerzen. Es ist verwirrend, dass die Halsschmerzen oft als letztes Symptom auftreten, obwohl der Blick in den Hals heftig geschwollene und rote Mandeln (Tonsillen) zeigt. Auch die Lymphknoten im Kieferwinkel schwellen an und schmerzen. Die Zunge ist meist weiß belegt mit kleinen Stippchen („Erdbeerzunge„). Dieses Symptom gibt es aber auch bei anderen Erkrankungen. Im weiteren Verlauf verschwindet der Zungenbelag und die Zunge wird lackartig rot: sog. Himbeerzunge.

Abbildung 1. Scharlach-Ausschlag. Foto: (ehem.) Behringwerke

Der für den Scharlach typische Ausschlag tritt meist 1 (bis 4) Tage nach dem Fieber auf und beginnt zumeist in den Leisten und Achseln. .

Der Scharlach hat sich über die letzten Jahre gewandelt. Heute gibt es Erkrankungen, bei denen sich das Kind noch recht wohlfühlt und kein Fieber hat. Der klassische Verlauf mit dem hohen Fieber und Krankheitsgefühl ist inzwischen fast schon die Ausnahme.

Etwa 2 Wochen nach der Erkrankung kommt es zu einem schuppenden Ausschlag, besonders häufig an den Fingerkuppen, manchmal auch die gesamten Füße und Hände betreffend. Die Schwere dieses Ausschlag geht oft parallel mit der Schwere der Scharlach-Erkrankung und bestätigt die Diagnose nochmals.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose kann immer klinisch gestellt werden. Der Krankheitsverlauf und der Ausschlag sind sehr typisch.

Ist ein Rachenabstrich wichtig?

Nein. Ein Rachen-Schnelltest auf Streptokokken ist für das Kind unangenehm und nicht erforderlich. Auf Grund verschiedener Untersuchungen ist heute klar, dass bis zu 25% der Menschen in Europa Streptokokken im Rachen hat – und dabei gesund sind: „Keimträger“. Ein Rachenabstrich ist für alle diese Personen positiv. Trotzdem sind sie gesund. Der positive Rachenabstrich kann nur in Zweifelsfällen eine Ergänzung sein. Die Diagnose des Scharlach ist mit typischen klinischen Verlauf und dem klassischen Ausschlag sicher.

Therapie

Die Therapie ist gerade im Wandel. In Mitteleuropa ist der Scharlach mit Antibiotika fast immer einfach und effektiv zu behandeln. Die betroffenen Kinder fühlen sich nach einem, allerspätestens nach 2 Tagen der Behandlung wieder richtig gut. Die Ansteckung ist 24 Stunden nach Beginn der Behandlung vorüber. Die Notwendigkeit der antibiotischen Therapie wird zunehmend diskutiert. Klar ist jedenfalls, dass ohne eine antibiotische Behandlung eine Ansteckung für etwa eine Woche (bis zum Abklingen der Symptome) besteht.

Entsprechend der neuen Leitlinie ist eine antibiotische Therapie bei entsprechender Indikation  für 7 (statt bisher 10) Tage erforderlich. Dabei wird in Deutschland Penicillin V empfohlen. In anderen Ländern (z.B. Spanien) ist dieses „einfache“ Antibiotikum häufig nicht mehr ausreichend.

Komplikationen

Scharlach hatte früher häufiger eine chronische Nierenerkrankung (Glomerulonephritis; APSGN) und das gefürchtete rheumatische Fieber zur Folge. Diese Komplikationen treten seit Jahrzehnten aus unbekannten Gründen extrem selten auf. Dies ist unabhängig von der Gabe eines Antibiotikums. Man geht davon aus, dass die besseren sozioökonomischen Verhältnisse und immunologische Faktoren zu dieser günstigen Entwicklung beitragen.

Wann kann das Kind wieder in den Kindergarten/ die Schule?

Nach einer antibiotischen Behandlung von 24 Stunden Dauer ist der Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung wieder möglich. Ohne antibiotische Behandlung ist dies nach Abklingen der Symptome möglich. Eine Bescheinigung hierüber ist nicht erforderlich.