Kategorie: Was geht rum?

Was geht rum? 11. August 2018

Der Hochsommer macht Pause. Bei schönem und kühlerem Wetter können Kinder die Ferien im Südwesten unbeschwert genießen. Die Atemwege sind bei niedrigeren Ozonwerten kaum belastet, die UV-Strahlung der Sonne nimmt spürbar ab. Im Schwimmbad und beim ausgedehnten Spiel draußen ist eine Sonnencreme (LF 30) aber weiterhin sinnvoll.

Infektionen sind zum Glück noch immer selten. Wie in der Woche zuvor treten einzelne Infektionen an der Hand-Fuß-Munderkrankung auf. Führend bleibt aber die Herpangina.

Die Bedeutung der Allergien gegen Pollen geht weiter zurück. Im Moment stehen die Wegerich-Pollen im Vordergrund, der Flug der Beifuß-Pollen hat zaghaft begonnen. Am wichtigsten bleiben wohl die Gräser, wo angesichts des Wetters ein zweiter und dritter Schnitt in der Landwirtschaft möglich sind. Damit werden ein bis zwei weitere Wellen von Gräserpollen auf die Allergiker zuschweben. Aber diese Wellen werden deutlich kleiner sein als noch im Mai und Juni.

Im Südwesten kam es laut Meldungen des Landesgesundheitsamtes zu einer Häufung von Keuchhusten. In der Woche bis zum 2. August 2018 (30. KW) wurden in den Kreisen Tübingen, Sigmaringen und Reutlingen insgesamt 15 Erkrankungen neu gemeldet. Für ganz Baden-Württemberg waren es 62 Erkrankungen. Das ist eine um 50% höhere Belastung pro Woche  als bisher in diesem Jahr. Eine besondere Gefährdung besteht für Kinder im ersten Lebensjahr. Gegen diese schwerwiegende Erkrankungen gibt es einen guten Impfstoff. Gerade in Familien mit kleinen Kindern sollte der Schutz – auch der Erwachsenen ! – nochmals überprüft werden.

West-Nil-Fieber. Die Karte zeigt die betroffenen Regionen in Europa: dunkelrot sind die Regionen dargestellt, in denen in 2018 Fälle auftraten. Foto: European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)

Was geht in der Welt rum? Das West-Nil-Fieber breitet sich seit Wochen in Europa weiter aus. In Italien (50 Fälle bisher) und Griechenland (43 Fälle bisher) sind die meisten Fälle bekannt geworden. Diese Erkrankung wird durch Stechmücken übertragen und kommt deswegen gerne im Spätsommer in feuchten Gebieten vor. Von den infizierten Menschen erkranken nur etwa 20% mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In seltenen Fällen – besonders bei Menschen über 60 Jahren – ist das Risiko für Hirnentzündungen (Encephalitis) im Rahmen des West-Nil-Fiebers möglich, das eine hohe Tödlichkeit aufweist. Der wichtigste Schutz vor dieser Erkrankung sind Insektenabwehrmittel wie DEET (z.B. Nobite© mit DEET-Anteil von 50%, anti-Brumm© mit DEET-Anteil 30%  oder Autan© family mit DEET-Anteil von 15%) oder Icaridin (Autan©).

Was geht rum? 04. August 2018

Die Hitzewelle geht weiter. Wer zuhause im Ländle bleibt, ist Temperaturen ausgesetzt, die in anderen Jahren nur aus Spanien und Griechenland gemeldet wurden.

Glücklicherweise sind in diesen Tagen auch die Zahl der Infektionen sehr gering.So fair ist die Natur, dass die Kinder nicht noch im Bett die Außentemperaturen toppen müssen – 35 Grad sind genug. Die wenigen Infekte betreffen Durchfall und Herpangina. Insektenstiche sind auch ein Problem. Besonders wenn gekratzt wird und eine Hautinfektion hinzukommt. Also immer nach Insektenstich wenige Minuten kühlen. Noch besser sind Repellentien (wie Autan© family und andere), die das Risiko gestochen zu werden verringern.

Die Pollen dürsten weiter. Das ist günstig für alle Allergiker, die nur geringe Probleme im Südwesten zu befürchten haben. Gräserpollen fliegen in geringer Zahl. In der Nähe von frisch gemähten Feldern und bei einer rasanten Fahrt mit dem Motorrad können sie stark konzentriert vorkommen, ansonsten stellen sie kein echtes Problem dar. Der Beifuß steht noch ….. bei Fuß. Pollen gibt er noch nicht in die Lüfte ab.

Aber wie sollen wir mit der Hitze umgehen? Immerhin ist zu erwarten, dass sich  die Hitzewelle weitere fünf bis sechs Tage fortsetzt. Dazu im Folgenden ein paar Hinweise, die vermutlich allen bekannt sind:

  • Umstellung des Tagesablaufs. Trotz der Ferien ist es sinnvoll früh morgens aufzustehen und die Aufgaben des Tages in den kühleren Stunden zu erledigen. Dann sollte eine Siesta sein – etwa von 12 Uhr bis 17 Uhr – bevor man den Abend bei angenehmen Temperaturen genießen kann.
  • Morgens sollte die Wohnung kräftig gelüftet werden. Je nach Lage ist es sinnvoll, die Fenster gegen 11 Uhr zu schließen oder zu kippen. Ab da kommt nur noch heiße Luft in die Wohnung.
  • Mit der Sonne nehmen die Mengen an giftigen Gasen wie Ozon wieder zu. Diese beginnen ab 11 Uhr mehr zu werden bis in die frühen Abendstunden. In der Wohnung selbst bleibt die Konzentration niedriger, solange keine zu starke Belüftung von außen kommt. Ozon reizt die Atemwege („trockener Hals“, Reizhusten) und kann die Auslösung von Asthma begünstigen. 
  • Natürlich brauchen wir mehr Flüssigkeitszufuhr. Ausreichend Wasser sollte immer im Zentrum der Wohnung stehen, so dass die Kinder beherzt zugreifen können. Man muss sie nur daran erinnern, wenn sie Kopfschmerzen klagen oder zulange wild gespielt haben.
  • Sonnenschutz bleibt wichtig, wenngleich die Sonne nur noch so stark scheint wie im Mai: Mütze, Sonnencreme – in aller Regel mit LF 30.

Was geht in der Welt rum? Wirklich bedeutsam für Touristen außerhalb Europas ist das Dengue-Fieber. Im Moment sind die hotspots Laos, Cuba und Réunion im Indischen Ozean. Mückenschutz tagsüber ist bislang die effektiveste Möglichkeit sich zu schützen. Das Denguefieber kann für Schwangere und ältere Menschen ab 60 Jahren gefährlich sein, für alle anderen Menschen ist es eine ärgerliche fieberhafte, manchmal sehr heftige Krankheit, die in vielem einer Influenza ähnelt.

 

Was geht rum? 28. Juli 2018

Rechtzeitig mit den Schulferien sind wir im Hochsommer angekommen. Genießen wir diese kurze Hitzeperiode in Baden-Württemberg. Mit einer Siesta, die nicht nur in Spanien gut tut. Mit alpinen Wanderungen fernab der Zivilisation. Oder, indem wir uns in den Seen und Flüssen unserer Region Erfrischung holen.

Infektionen sind im Moment kaum ein Problem. Die Erkrankungen mit Enteroviren – wie die Herpangina – lassen spürbar nach. Daneben gibt es zur Zeit einzelne Atemwegsinfekte und Durchfallserkrankungen.

Auch die Pollen haben eine kleine Siesta eingelegt. Die Gräserpollen fliegen nur noch mässig, die Beifußpollen sind noch nicht zum Flug bereit. Gute Tage für Allergiker, abseits frisch gemähter Wiesen das schöne Wetter zu genießen.

Der Duft vom Grill zieht durch die Wohnviertel. Also kurz nochmals die Erinnerung, Kinder gut zu beobachten. Schwere Verbrennungen sind zwar selten, aber schrecklich.

Für alle, die ferne Länder aufsuchen: Vergewissern Sie sich, ob die Reiseapotheke komplett ist und speziell für Strandurlauber: Quallen können sehr lästig sein.

Was geht in der Welt rum? Zunächst einmal Masern auf Mauritius. Aber das Risiko daran zu erkranken dürfte in Köln momentan weit höher liegen. Wichtiger ist für alle Reisende nach Thailand sich des Dengue-Fiebers bewusst zu sein. Mückenschutz tagsüber ist hier die Richtschnur.

Was geht rum? 21. Juli 2018

In der kommenden Woche starten die Sommerferien. Manche Familien verlassen in dieser Woche den Südwesten und reisen mit ihren Kindern in Länder wie Dänemark, Italien oder gar nach Thailand. An diesem Wochenende ist Zeit, nochmals wichtige Absicherungen zu prüfen: Ist die Urlaubsapotheke zusammengestellt? Sind alle Dauermedikamente in ausreichender Menge vorhanden, so dass auch ein verzögerter Rückflug nicht zum medizinischen Problem wird? Brauche ich eine ärztliche Bescheinigung um beispielsweise einen Adrenalin-Autoinjektor (z.B. bei Allergie gegen Erdnüsse) mit an Bord des Flugzeugs nehmen zu dürfen?  Sind die Impfungen komplett – besonders bei Reisen außerhalb Europas?  Habe ich eine Auslands-Krankenversicherung für alle Notfälle? Mit diesem Netz an Absicherungen lässt sich der Urlaub entspannt genießen.

Im Südwesten haben sich die Infekte kaum verändert. Die Erkrankungen mit Herpangina und einzelne Durchfallserkrankungen sind die häufigsten. Daneben treten fallen Bindehautreizungen auf. Und noch immer sind die Zecken sehr aktiv. Es bleibt weiterhin wichtig, Kinder am Abend auf diese Krankheitsüberträger von FSME und Borreliose zu untersuchen. Laut den Gesundheitsbehörden in Baden-Württemberg sind im ersten Halbjahr 2018 bereits 128 nachgewiesene Infektion an FSME aufgetreten. Das ist ein Drittel mehr als im Vorjahr. Spitzenreiter war der Kreis Ravensburg mit 14 Neuerkrankungen.

Problematisch ist das hämolytisch-urämische-Syndrom (HUS), das in den vergangenen Wochen vier Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren in Baden-Württemberg getroffen hat. Das HUS ist eine sehr schwerwiegende Erkrankung, die zu Veränderungen im Blut (akute Blutarmut und Absinken der Blutplättchen) sowie der Nieren führt. Je nach Ausmaß kann diese Erkrankung zum Nierenversagen führen und auch tödlich verlaufen. Als Ursache vermutet das Landesgesundheitsamt die Übertragung problematischer Erreger (EHEC) durch Wiederkäuer. Deswegen rät es Eltern, nach Tierkontakt zu Rindern, Schafen und Ziegen die Hände gründlich zu desinfizieren.

Was geht in der Welt rum? Für alle Globetrotter ergeben sich nach Daten der WHO neue Aspekte in Bezug auf die Impfung gegen Tollwut. Es empfiehlt sich gerade für junge Menschen, die sich gerne fernab der Touristenpfade – off the beaten track – in Afrika oder Asien bewegen, sich aktuell zu informieren. Masern bleiben in diesem Jahr ein Problem. Sowohl in Deutschland (siehe praxisblättle vom 02. Juni 2018), als auch in Frankreich (Seit November 2017 über 2600 Erkrankungen mit bislang 3 Todesfällen) und der Tschechischen Republik mit 150 Fällen.

Was geht rum? 14. Juli 2018

In schnellen Schritten geht’s auf die Sommerferien zu. Die meisten Klassenarbeiten sind geschrieben. Jetzt schauen die Lehrer in den Schulen die Noten an und die Kinder Filme. Oder sie machen Ausflüge.

Dabei begegnen sie im Südwesten noch immer vielen Gräserpollen, die weiterhin in den Pollenwolken führend sind. In den Bergen ist die Belastung momentan sogar höher als im flachen Land. Bei Ausflügen in den Schwarzwald sollten Kinder und Jugendliche mit allergischem Asthma also mit einem Notfallspray ausgerüstet sein.

Die Enteroviren haben mit ihrem breiten Krankheitsspektrum manche Familien im Griff: Magen-Darm-Infektion (Durchfall), Herpangina (Halsweh), Ausschläge (Hand-Fuß-Mund-Krankheit) – um nur die wichtigsten zu nennen.

Nochmal Urlaub. Die Urlaubsapotheke (Schmerzmittel, Verbandmaterial u.a.) sollte langsam in Angriff genommen werden für alle, die bald auf Reisen gehen. Reichen allfällige Dauermedikamente (z.B. bei Epilepsie oder Asthma) über die Urlaubszeit? Ist ausreichend Sonnenschutzcreme (siehe dazu das praxisblättle von Anfang Juli) im Gepäck?

Die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) empfiehlt inzwischen die Impfung gegen HPV (Humanes Papilloma Virus), besser bekannt unter dem Namen der Gebärmutterhalsimpfung auch für junge männliche Heranwachsende. Damit steht die medizinische Empfehlung. Es wird erfahrungsgemäß weitere 1-3 Jahre dauern, bis die finanziellen Fragen bei den Krankenkassen geklärt sein werden. Bei 150 € pro Injektion ist dieses Thema nicht ganz ohne Sprengkraft. Mildernd für die Geldschatulle wirkt sich nur aus, dass deutschlandweit ohnehin nur 45% der Mädchen bislang geimpft sind. Bleibt zu hoffen, dass Jungen und Mädchen gemeinsam die Quote für diesen wichtigen Impfschutz hochtreiben.

Und was geht in der Welt rum? In Laos und Myanmar hat die Zahl der Erkrankungen an Dengue-Fieber deutlich zugelegt. Bei Reisen in diese Länder sollte der Schutz vor den tagaktiven Mücken, die diese Erkrankung übertragen, beachtet werden. Als effektivstes Mittel empfiehlt sich DEET (Diethyltoluamid z.B. in Anti-Brumm©, Nobite©, Care Plus Anti-Insect DEET©, Autan Family Care©). Eine Impfung gibt es zwar und sie ist auf den Philippinen zugelassen. Dabei kann es jedoch zu schweren Krankheitsverläufen kommen, wenn das betreffende Kind nicht bereits vor der Impfung eine natürliche Infektion durchgemacht hat.

Was geht rum? 07. Juli 2018

Dauerbrenner im Sommer bleiben die Pollenallergien. Der Regen hat in den letzten Tagen den Allergikern eine Pause verschafft. An diesem Wochenende geht’s jedoch wieder weiter. Die Belastung mit Gräserpollen wird in den tiefen Lagen nachlassen. Im Gegenzug kommen die Pollen von Wegerich und Brennnesseln in Schwung.

Die Linden stehen in voller Blüte. Ein Eldorado für viele Insekten und die Bienen. Sie sind eifrig bemüht, den Urstoff für den köstlichen Lindenblütenhonig zusammenzutragen, wie das Video mit dem Summen von tausenden Bienen und Hummeln belegt:  Video 04.07.18, 19 08 46. Das ist eine Anregung uns bald auch mit den Insektengiftallergien zu beschäftigen. Diese freundlichen Insekten interessieren sich natürlich auch für unsere Mahlzeiten draußen im Freien und können dabei auch zustechen, wenn sie gestört werden.

Auch die Zecken erfreuen sich am Klima dieser Tage. Nicht nur die Kinder sollten abends und nach ausgedehnten Ausflügen in den eigenen Garten oder die Natur am Körper nach Zecken untersucht werden. Im praxisblättle hatten wir über die Risiken berichtet.

Die Infektionen sind unverändert von den Enteroviren bestimmt. Es kommen also weiterhin Erkrankungen mit Herpangina und Hand-Fuß-Mund-Erkrankungen vor. Im Vergleich zur letzten Woche sind Durchfallserkrankungen spürbar mehr geworden. .

Und was geht in der Welt rum? Auf der Insel Réunion im Indischen Ozean wurden in diesem Jahr bereits 5.400 Erkrankungen an Dengue-Fieber registriert. Alle Reisenden sollten sich vor den tagaktiven Überträgermücken mit DEET-haltigen Insektensprays schützen. In den USA gibt es weiterhin viele Erkrankungen an Hepatitis A (West Virginia, Utak, Michigan). Gegen diese infektiöse Leberentzündung gibt es eine hochwirksame Impfung.

Was geht rum? 30. Juni 2018

Der Sommer meldet sich wieder zurück. Viele Gräser haben ihre Pollen bereits in die Lüfte abgegeben, so dass die Pollenbelastung in den kommenden Wochen abnehmen wird. Für viele Allergiker kommt nun der angenehmere Teil des Sommers.

Außer, sie haben weitere Allergien. So fliegen inzwischen im Südwesten die Pollen des Wegerich, während der Beifuß noch nicht so weit ist.

In der vergangenen Woche haben die Infektionen mit Enteroviren zugelegt. Das ist für die Jahreszeit typisch. Diese Infektionen zeigen sich vielfältig. Zum einen als Durchfall, der eher nicht so schlimm ausfällt. Zum anderen ist die „Sommergrippe“ in aller Regel auf diese Erregergruppe zurückzuführen. Ganz typisch sind die Herpangina und die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Diese haben eine hohe Häufigkeit in der letzten Woche erreicht.

Was geht in der Welt rum? Thailand ist das Ziel vieler Jugendlicher. Das Dengue-Fieber hat sich dort seit Jahren etabliert und wartet auch in diesem Jahr mit hohen Erkrankungszahlen auf: fast 20.000 Erkrankungen. Gerade in den kommenden Monaten ist die Belastung besonders hoch. Reisende sollten auf einen ausreichenden Schutz vor den meist tagaktiven Mücken achten, die den Erreger übertragen. Eine Impfung gibt es nicht.

Was geht rum? 23. Juni 2018

Viele Pflanzen haben in den letzten Wochen ihre Blütenpracht fallen lassen und präsentieren sich jetzt oder in Kürze mit ihren Früchten. Diese sind häufig sehr bunt und einladend. Aus diesem Grunde haben wir das Thema Giftpflanzen als Schwerpunkt der nächsten Wochen. Trotz aller digitaler Reize, treibt die Neugier Kinder immer noch, auch die Angebote der Natur zu kosten. Nicht alle sind ungefährlich, aber viel schon.

Das heiße Wetter führt zu mehr Früchten, im Gegenzug lassen die Belastungen mit den Gräserpollen nach. Außer in den Bergen. Dort hat der Flug der Gräserpollen seinen Höhepunkt erreicht.

Infektionen gibt es weiterhin wenig. Darunter sind wie in der letzten Woche Erkrankungen an Herpangina und Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis). Auffallend waren einzelne sehr schwere Asthmaanfälle, die durch den Gräserpollenflug nicht erklärbar waren.

Der Einstand der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Mexiko war nicht berauschend. Manuel Neuer war war ein Rückhalt, der heute beim Spiel gegen Schweden unverzichtbar sein wird. Einen solchen Rückhalt brauchen auch Kinder, falls die Familie das Fußball-Spiel heute mit Grillen verbindet. Dabei sollte immer ein Auge auch bei den Kindern sein, damit es nicht im spannendsten Moment zu ungewollten Verbrennungen kommt. Kinder sind neugierig. Wann können sie das besser ausleben, als in solchen unbeobachteten  Momenten?

Was geht in der Welt rum? Für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die exotische Länder besuchen wollen: auf den Fidschi-Inseln sind in diesem Jahr 60 Erkrankungen an Meniningokokken-Meningitis Typ C aufgetreten. Drei Personen sind daran verstorben, wobei die Rate für Todesfälle bei dieser Infektion oft im Bereich von 10% – also durchaus höher – liegen kann. Mit Hilfe einer Impfung ist ein fast sicherer Schutz zu erreichen.

Was geht rum? 16. Juni 2018

Regen und Kälte haben den Hochsommer Mitte der Woche ausgebremst. Zum Wochenende werden die frisch gebildeten Pollen der Gräser wieder in die Lüfte entlassen und setzen den Allergikern im Südwesten erneut zu. Alles nichts Neues für die Betroffenen, sie haben sich auf die Situation eingestellt. Neu sind die Wegerichpollen, die sich in zunehmendem Maße mit ausbreiten.

Und gibt es Infekte? Nach einer sehr ruhigen ersten Juniwoche sind inzwischen wieder einige Magen-Darm-Infektionen aufgetreten. Daneben gibt es – wie oft um die Jahreszeit – vermehrte Erkrankungen an Herpangina. Auch die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hat sich zurückgemeldet. Sie dürfte aber nach der letztjährigen Welle auf eine kräftige Immunität bei den meisten Kindern im Südwesten treffen. Insofern ist nicht mit einem bedeutsamen Anstieg dieser Erkrankung zu rechnen.

Was geht in der Welt rum? In Südafrika ist eine Zunahme an Tollwut in diesem Jahr zu beobachten. Betroffen sind die Provinzen KwaZulu-Natal und Eastern Cape, wo insgesamt acht Personen inzwischen verstorben sind. Alle Infektionen traten nach Hundebissen auf. Die Problematik von Tollwut stellt sich in vielen Ländern. Deswegen sollten alle Reisenden mindestens 3 Wochen vor Abreise in den Urlaub mit einem erfahrenen Reise- oder Tropenmediziner/in abklären, ob vielleicht eine Impfung gegen Tollwut sinnvoll ist.

Was geht rum? 09. Juni 2018

Der Hochsommer zeigt sich seit langem mit schwülem Wetter. Da hilft es auch nicht, dass er sich bis zur Sonnenwende noch Frühling nennt. Kinder haben weniger Möglichkeiten Hitze abzuführen, sie können nur eingeschränkt schwitzen. Es bleibt also wichtig, sie von drückender Hitze wegzuhalten (z.B. Schatten aufsuchen), sich über die Mittagszeit in kühleren Wohnräumen aufzuhalten und ausreichend Getränke anzubieten. Und natürlich ist jede Dusche gut, das Schwimmbad lädt ein.

Infektionen gehen im Moment fast keine rum. Einzelne Durchfallserkrankungen traten in der letzten Woche auf. Passend zum Wetter werden weiterhin viele Kindern und Jugendliche von Zecken gebissen.

In der letzten Woche haben wir von den ansteigenden Infektionen mit Masern berichtet. Inzwischen ist klar, dass auch im Kreis Sigmaringen 3 Kinder an Masern erkrankt sind.

Neues von den Pollen? Nein. Die Gräser schicken ihre Pollen unvermindert durch die Lüfte. Allergiker haben sich in den meisten Fällen darauf eingestellt. Vorsicht ist auch beim Fahrtwind geboten, der die Pollen in höherer Konzentration auf die Schleimhäute bugsiert.

Was geht in der Welt rum? Auf den Seychellen – ein beliebtes Ziel vieler Deutscher – ist es zu einem Ausbruch des Dengue-Fiebers gekommen. In den letzten 6 Wochen sind weit über 5000 Menschen von der Infektionskrankheit befallen worden, die durch tagaktive Mücken übertragen wird. Wichtigste Maßnahme ist ein effektiver Mückenschutz tagsüber. Das klappt am besten mit dem Inhaltsstoff DEET. Besonders betroffen sind die Inseln Mahe, Praslin und La Digue.