Schlagwort: Allergen-Hauttest

Allergie gegen Hunde

Hundehaltung ist nicht unüblich dieser Tage. In Europa halten laut Untersuchungen zwischen 9.8% und 34.8% aller Haushalte einen Hund, abhängig vom jeweiligen Land. In den USA sind es 30.4%. Kurzum, in nahezu jedem 3. Haushalt lebt heute ein Hund in Europa oder den USA.

Wenn chronische Atemwegsbeschwerden wie Husten oder Schnupfen bestehen, kommt die Frage nach der Ursache auf. Im Kinder- und Jugendlichenalter ist dabei die Hausstaubmilbe das häufigste Allergen, sofern eine Allergie als Ursache vermutet wird. Aber Tierhaare spielen auch eine wichtige Rolle, besonders die von Katzen und Hunden.

Deswegen wird in diesen Fällen beim Allergie-Hauttest in aller Regel zusätzlich zu den Hausstaubmilben auch auf Katzen- und Hundeallergene untersucht. Dort zeigt sich häufiger eine positive Reaktion. Das Problem ist nun, diese richtig zu bewerten. Denn eine positive Reaktion im Hauttest ist noch lange kein Beweis für eine bedeutsame Allergie.

In einer aufwändigen Studie hat nun ein Forschungsteam um Ulrika Käck von den Universitäten in Stockholm und Uppsala (Schweden) diese Frage weiter untersucht. Sie führten bei 60 Kindern und Jugendlichen mit positivem Allergie-Hauttest auf Hundehaare im Alter von 10 bis 18 Jahren zusätzlich kontrollierte Provokationen durch. Dabei wurden verschiedene Allergene des Hundes über ein Spray in die Nase eingebracht.

Im Ergebnis zeigte sich, dass von diesen 60 Probanden nur 25 im nasalen Test reagierten. Von diesen wiederum hatte aber lediglich einer zuhause einen Hund. Die anderen 24 Personen berichteten jedoch, beim Zusammenkommen mit einem Hund akuten Schnupfen zu bekommen. Spezielle Bluttests ergaben nun zusätzliche Informationen, um die echten Allergiker herauszufischen.

Fazit

Der Allergie-Haustest gibt erste wichtige Informationen, aber selten eine Diagnose in Bezug auf die Bedeutung von Allergien bei einem Patienten. Gerade bei den Allergenen gegen Hunden ist eine korrekte Diagnose eine Herausforderung, die aber durch spezielle Tests für den Experten – einen Allergologen – kein Problem darstellt.

Fragen Sie also Ihren Allergologen.