Schlagwort: banale Infekte

Was geht rum? 23. Februar 2019

Bald kommt es zum Stresstest für die Infektionen. In den vielen Narrennestern von Baden-Württemberg wird sich zeigen, welche Kraft die Viren noch haben. Oder umgekehrt, wie gut die Kinder und Jugendlichen inzwischen ihr Immunsystem auf Trab gebracht haben.

Zunächst sind die Atemwegserkrankungen noch immer auf einem hohen Niveau, aber deutlich niedriger als im letzten Jahr. Eine Grippewelle wie im letzten Jahr scheint es für Baden-Württemberg nicht mehr zu geben, wie die Daten der Arbeitsgemeinschaft Influenza andeuten.

Abbildung 1. Nachweis von Influenzaviren durch PCR in Baden-Württemberg je Kalenderwoche in der Saison 2018/2019. Foto: AGI

Leider sind jedoch die Erkrankungen mit dem RSVirus noch immer sehr bedeutsam. Diese Infektionen sind für viele der betroffenen Säuglinge eine enorme Belastung. Oft dauert die Erkrankung bis zu 10 Tagen, ohne dass Arzneimittel zur Verfügung stünden, die Dauer zu verkürzen. Solche Arzneien gibt es für die sog. banalen Infekte bekanntermaßen auch nicht. Da sind jedoch so Mittel wie hinliegen und sich ausruhen oder ein Löffel Honig zur Hustenlinderung möglich.

Letzte Woche trat eine Häufung an obstruktiven Bronchitiden auf. Bei diesem Typ von Entzündung der Bronchialschleimhaut steht die Schwellung im Vordergrund. In der Folge kommt die Luft einfacher in das Bronchialsystem hinein als wieder hinaus. Hörbare Folge: eine pfeifende Atmung. Für das betroffene Kind spürbare Folge: Atemnot. Inhalationen sind meist sehr hilfreich. In jedem Fall sollte ein Kinder- und Jugendarzt aufgesucht werden.

Das schöne Wetter und die jahreszeitlich milden Temperaturen arbeiten den Pollen weiter in die Hände. Am Oberrhein sind die Pollenbelastungen durch Haselpollen bereits auf mäßigem Niveau. Für die kommende Woche wird mit weiterer Zunahme des Pollenflugs gerechnet. Allergiker sollten sich darauf einstellen und eventuell erforderliche Medikamente bereit halten.

Was geht in der Welt rum? In vielen Ländern der Erde zeigt das Dengue-Fieber weiterhin wozu es fähig ist. Da erscheinen die Erkrankungszahlen beim Coronavirus sehr gering. In Oman sind dort seit Ende Januar diesen Jahre 10 Infektionen sowie 4 Todesfälle festgestellt worden. Eine wichtige Schutzmaßnahme ist, sich von Dremedaren fernzuhalten.