Schlagwort: Giftpflanzen

Vergiftungen im Kindesalter

Der Frühling lässt in unseren Regionen Pflanzen im Garten erstmals aufblühen. Im Anfang steht meist die Zaubernuss, die bereits im Januar mit ihrem zartem Gelb uns Hoffnung auf Sommer macht. Mit der erwachenden Natur wachsen später zunehmend auch einige Giftpflanzen, die Kindern – und ebenso Erwachsenen – zum Risiko werden können.

Gift hat immer mit Dosis zu tun. Das wusste schon Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei“. Wir brauchen Salz zum überleben. Aber zuviel Salz bringt uns um. Zum Beispiel wenn Menschen auf dem Meer treibend Meerwasser trinken. Oder: Alkohol berauscht viele, zuviel davon führt aber zur Alkoholvergiftung und im Extremfall zum Tode. Ähnlich ist es bei den giftigen Pflanzen im Garten. Insofern gelten nur solche als giftig, bei denen auch kleinere Mengen zu Problemen führen.

Generelle Überlegungen

Beim Gift kommt es immer auf die Dosis an. Deswegen werden wir immer darauf hinweisen, ob es sich um hochgiftige oder weniger giftige Pflanzen handelt. Kleine Giftmengen, die einem Erwachsenen wenig ausmachen, können aber einem Kleinstkind schon zur Bedrohung werden.
Die Kenntnis giftiger Pflanzen im eigenen Garten ist sinnvoll. Es gibt Pflanzen, die dort nicht vorkommen sollten, weil sie Kinder reizen können.

Wenn Giftpflanzen im Garten sind: Weisen Sie Ihre Kinder nicht darauf hin. Denn, was verboten ist hat immer einen besonderen Reiz. Beobachten Sie aber, ob Ihr Kind gerade sich für Beeren oder Blüten von Pflanzen interessiert und seien Sie wachsam.

In den kommenden Wochen werden wir im praxisblättle einzelne Giftpflanzen vorstellen. Das kann natürlich nur eine kleine Auswahl sein. Aufgenommen haben wir solche, die oft auftreten – aber nicht unbedingt gefährlich sind – und solche, die eine Gefahr darstellen.

Bei Unklarheiten gibt es die Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg, die rund um die Uhr erreichbar ist:

Telefon 0761 19240
Mail      giftinfo@uniklinik-freiburg.de

Was geht rum? 23. Juni 2018

Viele Pflanzen haben in den letzten Wochen ihre Blütenpracht fallen lassen und präsentieren sich jetzt oder in Kürze mit ihren Früchten. Diese sind häufig sehr bunt und einladend. Aus diesem Grunde haben wir das Thema Giftpflanzen als Schwerpunkt der nächsten Wochen. Trotz aller digitaler Reize, treibt die Neugier Kinder immer noch, auch die Angebote der Natur zu kosten. Nicht alle sind ungefährlich, aber viel schon.

Das heiße Wetter führt zu mehr Früchten, im Gegenzug lassen die Belastungen mit den Gräserpollen nach. Außer in den Bergen. Dort hat der Flug der Gräserpollen seinen Höhepunkt erreicht.

Infektionen gibt es weiterhin wenig. Darunter sind wie in der letzten Woche Erkrankungen an Herpangina und Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis). Auffallend waren einzelne sehr schwere Asthmaanfälle, die durch den Gräserpollenflug nicht erklärbar waren.

Der Einstand der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Mexiko war nicht berauschend. Manuel Neuer war war ein Rückhalt, der heute beim Spiel gegen Schweden unverzichtbar sein wird. Einen solchen Rückhalt brauchen auch Kinder, falls die Familie das Fußball-Spiel heute mit Grillen verbindet. Dabei sollte immer ein Auge auch bei den Kindern sein, damit es nicht im spannendsten Moment zu ungewollten Verbrennungen kommt. Kinder sind neugierig. Wann können sie das besser ausleben, als in solchen unbeobachteten  Momenten?

Was geht in der Welt rum? Für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die exotische Länder besuchen wollen: auf den Fidschi-Inseln sind in diesem Jahr 60 Erkrankungen an Meniningokokken-Meningitis Typ C aufgetreten. Drei Personen sind daran verstorben, wobei die Rate für Todesfälle bei dieser Infektion oft im Bereich von 10% – also durchaus höher – liegen kann. Mit Hilfe einer Impfung ist ein fast sicherer Schutz zu erreichen.