Schlagwort: Hundebiss

TIPP Hundebissverletzungen

Untersuchungen besagen, dass jedes zweite Kind bis zu seinem 18. Geburtstag von einem Hund gebissen wird. Also kein seltenes Problem. Meistens sind es Kleinkinder, die sich gegenüber einem Hund nicht eindeutig verhalten und dadurch beim Tier eine unangemessene Reaktion auslösen.

Abbildung 1. Haustiere in deutschen Haushalten im Jahre 2016. Foto: www.ivh-online.de

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie hat kürzlich nochmals darauf hingewiesen, dass Kinder zu über 90% von Hunden aus dem nahen sozialen Umfeld (also im eigenen Haushalt oder vom Hund des Nachbarn) gebissen werden. Das ist auch die Erfahrung aus dem Praxisalltag. Bei inzwischen über 8,6 Millionen Hunden in Deutschland ein eher zunehmendes Problem.

Was ist nach einem Hundebiss zu unternehmen?

  • Bisse von Hunden sollten immer dem Arzt vorgestellt werden. Oberflächlich harmlos aussehende Verletzungen können in der Tiefe ausgedehnte Quetschungen verursacht haben, die sich durch den bakteriell belasteten Speichel des Hundes infizieren können.
  • Der Arzt muss auch sehr selten Wundinfektionen wie Tetanus, Gasbrand oder eine Blutvergiftung in die Überlegungen einbeziehen. Oftmals ist die Gabe eine geeigneten Antibiotikums sinnvoll

Besonders wichtig sind alle Maßnahmen, die Hundebisse verhindern können. Das fängt an bei der artgerechten Haltung von Hunden.

Hunde haben auch Empfindungen, die von der Umgebung verstanden werden müssen. Gerade Kleinkinder können jedoch oft nicht einschätzen, wie das Tier empfindet. Folge dieses Missverständnisses sind manchmal Bisse. Deswegen sollten mit Hunden erfahrene Menschen immer anwesend sein, wenn Kleinkinder mit Hunden spielen. Der Hinweis „mein Hund macht nichts“ zählt nicht. Vorsicht ist dennoch geboten.