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HPV Impf-Faktenblatt des RKI – Informationen nicht nur zum Gebärmutterhalskrebs

Impfmüdigkeit ist ein Thema, das seit Monaten die Gemüter bewegt. Dabei werden manchmal Gräben – Impfpflicht oder lieber doch nicht – aufgeworfen, die so nicht unbedingt hilfreich sind. Meine Erfahrung war immer, dass echte Impfgegner sehr selten sind. Viel häufiger bin ich Eltern begegnet, die einfach viele Fragen hatten und durch Informationen im Internet häufig mehr verwirrt wurden, als dass sie Hilfe gefunden hätten.

Es fällt auf, dass im Internet nahezu alle Graphiken zum Thema Impfen von Impf-Skeptikern erstellt wurden. Diese sind meist durch Verzerrung der Skalen so aufbereitet, dass sie dem Ziel der Verwirrung dienlich sind. So ist es bis heute fast nicht möglich, gut fundierte Zahlen interessierten Menschen zu zeigen. Bisher bleib also immer die Frage, warum gute Wissenschaftler ihre Informationen nicht so aufarbeiten, dass sie auch ein Laie schnell und bildlich angenehm verstehen kann? Wäre das nicht eine Aufgabe, die gut besetzte staatliche Behörden übernehmen könnten?

Da ist es eine erfreuliche Überraschung, dass sich das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin der Aufgabe gestellt hat, ein knappes, aber informatives Faktenblatt zu einer Impfung zu erstellen. Das erste! Das Faktenblatt-HPV informiert schnörkellos und wissenschaftlich gut begründet über die Infektionen mit HPV, ihre Folgen (wie Gebärmutterhalskrebs und Analkarzinome) und die Impfung gegen die Erkrankung.

Ein guter Anfang!

👓 Plupp – eine neue Serie

Beim Regen fallen Millionen einzelner Tropfen vom Himmel: Plupp. In jedem von ihnen verdichten sich Informationen. So auch in unserer neuen Serie, die wir im praxisblättle starten wollen.

Dort werden wir ab April monatlich – wie in einem Tropfen verdichtet – Informationen über jeweils ein spezifisches Thema präsentieren. Dies wird in Form prägnanter Daten geschehen, die ein spezielles Feld beleuchten. Keine langen Texte. Halt ein Informationstropfen: „Plupp“.

Wir freuen uns über Anregungen, Ideen und Kritik jeder Art.

TIPP Schnelle Hilfe: Allergie- Informationsdienst

Informationen zu bewerten, ist eine der wichtigsten Aufgaben bei der Nutzung des Internets. Das ist gerade für Laien oft schwierig.

Nun gibt es ein hochqualifiziertes Angebot für Allergiker: Den Allergieinformationsdienst. Herausgeber ist das Helmholtz-Zentrum in München – eine erste Adresse unter Fachleuten. Wissenschaftlich fundiert, können auf diesem Portal Informationen zu nahezu allen allergologisch wichtigen Themen abgerufen werden. Sie reichen von der Neurodermitis über die Hausstaubmilbenallergie bis zur Histaminunverträglichkeit.

Alle Beiträge sind präzise, übersichtlich und mit Hinweisen zur wissenschaftlichen Quelle bestens bearbeitet. Einer der letzten Beiträge fasst eine deutsche Publikation im JACI – der Zeitschrift der amerikanischen Allergologen – zusammen: „Wie Neurodermitis und Hautbarriere das Mikrobiom verändern„. Fast alles Themen, die für viele Kinder und ihre Eltern heute von enormer Bedeutung sind.

Schauen Sie einfach mal rein. Es lohnt sich. Auch wenn Sie keine Allergie haben und Ihr Kind völlig gesund ist.