Schlagwort: Motorik

Laufräder – Start zum sicheren Fahren

Laufräder sind eine prima Erfindung. Einfach zu nutzen: Aufschwingen und los geht’s. Und wenn’s mal schwierig wird und sich ein Auto in den Weg stellen sollte – der Absprung geht unkompliziert. Selbst motorisch wenig begabte Kinder können damit gut umgehen und sich Fähigkeiten erwerben, die beim Umstieg auf Roller und Fahrrad sehr hilfreich sind. Ein sinnvoller Kauf.

Aber welche Laufräder sind gut?

Da ist wieder einmal der Check der Stiftung Warentest eine gute Hilfe für uns technische Laien. Im neuesten Heft (12/2018) schreiben die Tester jedoch, dass „Schadstoffe in Griffen, Sätteln oder luftgefüllten Gummireifen“ die Testbilanz vermiesen. Letztlich werden 3 Laufräder für „GUT“ befunden, die im Folgenden kurz zusammengestellt sind. Alle sind für Kinder bis etwa 5 Jahre geeignet.

Name Preis Note Anmerkung
 Puky Laufrad LR1 73 € 2.2  Stahllaufrad mit Trittbrett, Seitenständer, 11 Zoll
 BTwin Runride 100 35 € 2.5  Stahllaufrad, 10 Zoll
 Kettler Speedy 10“ 40 € 2.5  Stahllaufrad, 10 Zoll

Ein gutes und bezahlbares Weihnachtsgeschenk? Zumindest dann, wenn man ein paar Gummistreifen an den Zimmerwänden in Kauf nimmt. Denn eines ist klar: Kinder werden schon am Heiligabend aufsteigen und in der Wohnung loslegen.

Mein Kind läuft schon – und Dein’s?

„Mein Kind läuft schon“. Manche Eltern kommen zur Vorsorge U6 zum Kinderarzt und berichten, dass das gleichaltrige Kind von Freunden schon sicher und frei laufe. Sie sind betrübt, weil ihr eigenes Kind „noch nicht so weit sei“. Diese Eltern habe ich beruhigt, weil bis heute kein stichhaltiger Beweis für einen Zusammenhang von früher motorischer Entwicklung und – beispielsweise – höherer Intelligenz bekannt ist.

Vor wenigen Jahren hat sich eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Oskar G. Jenni von der Abteilung Entwicklungspädiatrie am Kinderspital Zürich dieser Frage angenommen. In ihrer Langzeitstudie untersuchten 119 Jungen und 103 Mädchen bis nach der Pubertät und fanden keinen Zusammenhang zwischen motorischer Geschicklichkeit oder Intelligenz und frühem freien Laufen. Sie bestätigten damit wissenschaftlich die bestens bekannte Erfahrung, dass Kinder zwischen 8 und 20 Monaten (im Durchschnitt 12 Monate) frei laufen lernen. Eine enorme Spanne für eine normale Entwicklung. Mit den motorischen Fähigkeiten und der Intelligenz bestand im Alter von 7 bis 18 Jahren keinerlei Zusammenhang.

«Ich rate deshalb Eltern zu mehr Gelassenheit, wenn ihr Kind erst mit 16 oder 18 Monaten zu gehen beginnt», bemerkte Prof. Dr. Jenni zu den Ergebnissen der Studie.

Mildere Entwicklungsprobleme sind in Ansätzen oft schon mit 12 Monaten für Kinderärzte erkennbar. In diesen fraglichen Situationen untersuchen wir die weitere Entwicklung nicht erst 12 Monate später anlässlich der Vorsorgeuntersuchung U7 (im Alter von 24 Monaten) sondern bereits im Alter von 15 bis 18 Monaten erneut. Dadurch lassen sich Kinder mit Entwicklungsverzögerungen von den  „Spätzündern“ recht bald unterscheiden.

Und „Spätzünder“ zeigen letztlich eine ganz normale Entwicklung. Es ist also irrig vom frühen Laufen eines Kindes auf seine allgemeine Begabung zu schließen. Oder umgekehrt.

„Mein Kind läuft schon !“

„Mein Kind läuft schon“. Manche Eltern kommen zur Vorsorge U6 und berichten, dass das gleichaltrige Kind von Freunden schon sicher und frei laufe. Sie selbst sind betrübt, weil ihr eigenes Kind „noch nicht so weit“ sei. Schon immer beruhige ich diese Eltern, weil mir kein Zusammenhang zwischen frühen motorischen Schritten und – beispielsweise – höherer Intelligenz bekannt war.

Nun hat sich eine Arbeitsgruppe um Oskar G. Jenni von der Abteilung Entwicklungspädiatrie des Kinderspitals Zürich dieser Frage angenommen. Sie untersuchten 119 Jungen und 103 Mädchen bis nach der Pubertät und fanden keinen Zusammenhang zwischen motorischer Geschicklichkeit oder Intelligenz und frühem freien Laufen. Sie bestätigten damit wissenschaftlich die bestens bekannte Erfahrung, dass Kinder zwischen 8 und 20 Monaten frei laufen lernen. Eine enorme Spanne für normale Entwicklung.

Entwicklungsprobleme sind in Ansätzen oft schon mit 12 Monaten für Kinderärzte erkennbar. In diesen fraglichen Situationen untersuchen wir die weitere Entwicklung nicht erst bei der U7 (im Alter von 24 Monaten) sondern bereits 3 oder 6 Monate später. Dadurch lassen sich entwicklungsverzögerte Kinder von Kindern mit regelrechter Entwicklung rechtzeitig erfassen. Wenn ein Kind früh läuft erfreut die oftmals die nähere Umgebung. Aber erst das Gesamtbild vieler anderer Faktoren kann Rückschlüsse darüber erlauben, ob Probleme zu erwarten sind.