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Giftpflanzen: Eibe

Die Eibe (Taxus baccata) gehört zu den sehr giftigen Pflanzen und war schon im Altertum als
„Todesbaum“ bekannt. Zwar haben die Nadeln eine höhere Giftigkeit durch das enthaltene Taxin. Aber die schönen Samen sind für Kinder natürlich lockender. Insofern treten Vergiftungen im Kindesalter fast ausschließlich durch die Samen („Beeren“) auf.

Symptome

Nach etwa einer Stunde treten Übelkeit, Schwindel und Bauchschmerzen auf. Danach kommt es zu Bewusstlosigkeit, Rotfärbung der Lippen und schnellem Herzschlag (Tachykardie). Im weiteren Verlauf und bei entsprechend hoher Dosis sinkt der Blutdruck ab und der Tod tritt ein.

Therapie

Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich

Maßnahmen

Bei bis zu 3 zerkauten Beeren ist außer Flüssigkeitsgabe keine weitere Maßnahme erforderlich. Bei mehr als 3 Beeren – und bei unklarer eingenommener Menge – sollte auf jeden Fall die Giftzentrale kontaktiert werden. Unbedingt zu beachten ist, dass zwischen Einnahme der Beeren und den Symptomen etwa 1 Stunde vergeht! Da Kinder meist nach 1 Beere vom Verzehr ablassen und die Beeren meist nicht zerkauen, treten fast ausschließlich schwache Symptome auf – auch wenn die Pflanze prinzipiell tödlich sein kann.

Wegen der Giftigkeit der Pflanze muss im Zweifelsfall lieber „überreagiert“ werden, wenn die Einnahme bzw. die Zahl der eingenommenen Beeren/ Pflanzenanteile unsicher ist.

Vergiftung: Oleander

Oleander. Im Sommer steht er auf vielen Terrassen und ist die erste Vorfreude auf den Urlaub in Italien oder Griechenland. Zudem ist er schön anzusehen. Aber unproblematisch ist er dennoch nicht.

Vergiftung

Alle Teile der immergrünen Pflanze sind giftig. Die spitz zulaufenden und ledrigen Blätter enthalten besonders viele herzwirksame Glykoside, die frischen doppelt so viel wie die trockenen.

Symptome

Nach Aufnahme von Anteilen der Pflanze (Blatt, Blüte) kommt es zunächst zu Magen-Darm-Symptome wie Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall. In schwerwiegenden Fällen kommt es zum Kollaps mit Herzrhythmusstörung bis hin zu Herz- und Atemlähmungen. Die giftige Dosis ist nicht bekannt.

Therapie

Nach Verzehr von Pflanzenanteilen sollte zunächst Flüssigkeit zugeführt werden. In jedem Fall wird zu einer Vorstellung beim Arzt und zur Giftentfernung geraten.

Kinder interessieren sich kaum für den Oleander. Das Risiko für eine Vergiftung ist also gering. Nicht ganz zu unterschätzen sind aber die festen spitzen Blätter, die bei Kleinkindern zu Verletzungen  im Gesicht führen können, wenn sie herumtollen und versehentlich mit dem Gesicht in den Oleander geraten.

Giftpflanzen: Pfaffenhütchen

Die Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) sind hübsche Sträucher bzw. kleine Bäume mit orange-roten Früchten, die in unseren Gärten heute eher weniger anzutreffen sind. Ihre Schönheit reizt Kinder sie zu pflücken und zu probieren. Ingestionen kommen häufig vor, Vergiftungen sind jedoch eher selten. Die Samen der Früchte enthalten verschiedene Substanzen, so auch Alkaloide und Digitaloide. Neben dem Samen gelten aber auch die Blätter und die Rinde des Pfaffenhütchens als giftig.

Symptome

Im Vordergrund stehen Symptome des Magen-Darm-Traktes: Koliken, Durchfall und Fieber, die bis zu 15 Stunden nach der Aufnahme eintreten können. Daneben sind Leber- und Nierenschäden beschrieben.

Bis zu drei Samen werden problemlos vertragen. Die individuelle kritische Dosis ist jedoch nicht bestimmbar.

Therapie

Wenn maximal 3 Samen eingenommen wurden reicht es aus, zusätzliche Flüssigkeit anzubieten. In allen anderen Fälle (mehr Samen oder unklare Mengen) sollte ein Arzt konsultiert werden. Der muss im Einzelfall entscheiden, ob eine akute Giftentfernung notwendig ist