Schlagwort: Singapur

Was geht rum? 28. September 2019

Obwohl wir uns bereits im Herbst befinden, werden in Baden-Württemberg weiterhin Erkrankungen von Frühsommer-Meningoencephalitis – besser bekannt als FSME – gemeldet. Betroffen sind vorwiegend Regionen im Nordschwarzwald. Aber auch aus dem Bodenseekreis und Sigmaringen werden aktuell FSME-Neuerkrankungen gemeldet. Eltern sollten also weiterhin abends ihre Kinder auf Zecken hin untersuchen.

Auch die Magen-Darm-Erkrankungen sind noch sehr aktiv. Neben den Rotaviren sind besonders die Noroviren bedeutsam, die in der Region Heilbronn momentan gehäuft auftreten. Weitere Trends bestehen glücklicherweise im Moment nicht.

Was geht in der Welt rum? In Singapur ist seit Wochen der Smog,bedingt durch Waldbrände in der Region, ein enormes Problem. Das betrifft im Besonderen Kleinkinder. Vor Reisen in den asiatischen Stadtstaat sollten sich Eltern aktuelle Informationen über die Belastungen einholen. Soweit möglich, sollten Kleinkinder solchen Belastungen nicht ausgesetzt werden.

Was geht rum? 27. April 2019

Baden-Württemberg ist bei den Erkrankungen mit dem Hantavirus schon immer führend in Deutschland. In diesem Jahr übertrifft sich das Ländle aber selbst. Waren im letzten Jahr um diese Zeit gerade mal 11 Infektionen gemeldet worden, so sind es allein in der letzten Woche schon 12 und für das gesamte Jahr 2019 bislang 117 Hantavirus-Infektionen. Die relativ seltene Erkrankung mit Hantaviren wird in aller Regel über die Ausscheidung infizierter Mäuse übertragen. Interessant ist, dass diese durch die Einatmung (Inhalation) von infiziertem Staub erfolgt. Dies sollten alle Menschen beachten, wenn sie Gartenhäuser, Keller oder den Speicher kehren. Ob das mit dem Ordnungssinn der Schwaben zu tun hat, ist nicht untersucht. In jedem Fall sind verschiedene vorbeugende Maßnahmen wichtig beim reinigen solcher Räume: zunächst gutes Durchlüften. Grundsätzlich sollten Handschuhe und Mundschutz getragen werden. Zur Vermeidung von Staubaufwirbelungen ist feuchtes Wischen günstiger. Verschmutzte Flächen sollten desinfiziert werden. Detaillierte Hinweise gibt das Robert-Koch-Institut hier.

Mit den fast sommerlichen Temperaturen der letzten Tage, haben sich auch die Krankheitsbilder für Kinder und Jugendliche geändert. Natürlich gibt es weiterhin Luftwegsinfekte, aber eben nicht sehr viele. Und diese sind auch lange nicht so heftig, wie es die Influenza (Grippe) noch vor wenigen Wochen war. Dagegen treten manche Infekte mit einem leichten Infektkrupp (Krupphusten) auf.

Gut untersucht ist das Verhalten der Pollen. Ideal sind Wärme und Wind, besonders wenn es zuvor mal geregnet hat. Letzteres war in den meisten Gebieten im Ländle eher nicht der Fall, Wärme und Wind sehr wohl. Im Ergebnis (Abbildung 1) war die Belastung mit Birkenpollen um die Osterfeiertage – außer am Oberrhein – sehr stark. An diesem Wochenende geht die Belastung für alle Birken-Pollen-Allergiker spürbar zurück.

Abbildung 1. Birkenpollen-Belastung am Bodensee um Ostern. Foto: www.pollenundallergie.ch

Was geht in der Welt rum? Zwei Krankheiten sind für Fern-Reisende seit Monaten bedeutsam. Das ist einmal das Dengue-Fieber, das im Moment vorwiegend in Asien (Philippinen, Singapur), Karibik (Dominikanische Republik) und im südlichen Afrika (Kenia, Réunion) eine große Rolle spielt. Die andere Krankheit sind die Masern. Sie spielen auch bei uns (Baden-Württemberg in 2019 bislang 59 Erkrankungen) eine Rolle, besonders aber in Madagaskar (123.100 Neuerkrankungen) und auf den Philippinen (28.360 Neuerkrankungen in 2019). Sogar in den USA, wo die Masern vor 10 Jahren nahezu ausgerottet waren, wurden in diesem Jahr 555 Masern-Infektionen festgestellt. Meist in Gemeinschaften, die sich dem Impfen verweigern („Inselgruppen“). Momentan betroffen sind: Oakland County im Bundesstaat Michigan und Clark County im Bundesstaat Washington.