Schlagwort: Sonnenbrand

Herrliche Sonne – aber nicht unbedingt für die Haut

Die Sonne wird seit Monaten immer stärker. Wir merken das nicht nur an den längeren Tagen, sondern auch an der erwachenden Natur. Und an uns selbst: Es ist eine Labsal, die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren.

Abbildung 1. Lichtspektrum. Foto: www.optifog.de

Wirklich, immer eine Labsal? Für die Seele sicher. Aber für die Haut kann’s auch gefährlich werden. Das gilt besonders für die Kinder. Für sie ist ein guter Sonnenschutz wichtig. Als Kinder und Jugendliche erfahren die Menschen etwa 80% der UV-Strahlung ihres Lebens. Also gerade in diesem Alter ist ein konsequenter Schutz wichtig, um das Risiko für ein Melanom – den „schwarzen Hautkrebs“ – nicht zu erhöhen. Abbildung 1 zeigt, dass die UV-Strahlung von uns – im Gegensatz zur Infrarotstrahlung, die sich als Wärme äußert – subjektiv nicht wahrgenommen werden kann. Wir müssen also unseren Verstand walten lassen, bevor ein Sonnenbrand uns die Information im Nachhinein vermittelt.

Und lassen Sie sich nicht täuschen: Auch wenn die Temperaturen noch nicht so hoch sind, die Sonne ist schon stark. Die Sonne am 21. April ist ebenso stark wie die am 21. August. Hierzu war im praxisblättle letzte Woche der Beitrag „Sonne, liebe Sonne“ zu lesen.

Hier nun einige praktische Tipps, die einfach umzusetzen sind.

Intensive Sonne meiden

  • Die Mittagszeit im Haus verbringen
  • UV-Index (hier für’s Ländle) gibt Hinweis auf die Stärke der Sonne

Dichte Kleidung

  • Kopfbedeckung mit Ohren- und Nackenschutz
  • Kleidung mit Bedeckung der Schultern
  • Schuhe, die den Fußrücken schützen

Sonnenbrille

  • Kindersonnenbrille, wenn möglich seitlich geschlossen
  • ideal mit Kennzeichnung DIN E 836 und UV-400

Sonnencreme

  • Lichtschutzfaktor 30 mit UVA- und UVB-Schutz
  • Wasserfest
  • Dick auftragen
  • alle 2 Stunden neu eincremen + immer nach dem Baden im Wasser

Schatten

  • Schatten ist immer der beste Sonnenschutz
  • Schatten wandert mit der Sonne – also nicht einschlafen
  • ein breitkremiper Hut bietet dem Hals Schatten

Abbildung 2. Verschiedene UV-Wellenlängen und die Wirkung der Atmosphäre auf sie. Foto: Bundesamt für Strahlenschutz.

Letztlich ist es nicht so schwierig ein Kind gut vor der Sonnenstrahlung zu schützen. Einzig wichtig ist dabei, konsequent zu bleiben und immer daran denken: Der einfachste Schutz ist der Schatten. Beim Sparziergang einfach den Kinderwagen immer so fahren, dass das Kind keine direkte Sonne abbekommt. Denn je kleiner die Kinder sind, umso eher kann die UV-Strahlung Schäden an der Haut anrichten.

Und noch eines. Den absoluten Schutz vor UV-Strahlung gibt es natürlich nicht. UV-Strahlung geht durch die Kleidung hindurch (sehr abgeschwächt), auch durch einen Sonnenschirm (immerhin bis zu 50%) und sie erreicht uns auch im Schatten durch Streustrahlung.

Was geht rum? 14. April 2018

Das traumhafte Frühlingswetter hat vieles verändert. Die Menschen genossen in der letzten Woche die Mischung aus mildem Windchen und Sonne. Einige vergaßen dabei die Stärke der UV-Strahlung. Ihnen sei ein Beitrag des praxisblättle nochmals ans Herz gelegt. Mit einigen dieser Hinweise kann ein Sonnenbrand leicht verhindert werden. Dieser stört nicht nur die Lebenslust an den wunderbaren Frühlingstagen, sondern auch die langfristige Gesundheit.

Die Pollen wollen sich wieder in den Lüften tollen. Mittlerweile haben sich die Birkenpollen in unsere Lüfte begeben und erreichen ihre Allergiker. Vom bekannten allergischen Schnupfen bis zu den weniger bekannten Ausschlägen auf der Haut (die der Luft ausgesetzt ist) haben sie den Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zugesetzt. Viele Betroffene dürften sich mit Medikementen eingedeckt haben. Eine Sonnenbrille tagsüber und eine Dusche am Abend könnten ergänzend hilfreich sein.

Infekte? Gibts auch noch. Besonders als MagenDarmInfektion aber auch als Bronchitis. Aber inzwischen deutlich weniger als noch vor einem Monat.

Was geht in der Welt rum? Die Gesundheitsbehörden in den USA berichten von schwerwiegenden Darmerkrankungen mit Shiga-Toxin bildenden E.coliBakterien. Betroffen sind sieben Bundesstaaten, besonders New Jersey. In Thailand wird man dieser Tage nicht nur im Meer oder Pool nass. Dort wird das Neujahrsfest (Songkran) fat benfroh gefeiert. Und jeder versucht – so ist es Tradition- andere Menschen mit viel Wasserduschen gut in das neue Jahr 2561 zu bringen. Bei der Hitze nicht unangenehm und ziemlich ungefährlich.