Schlagwort: Straßenverkehr

Grell leuchtende Schulranzen: ein Stück Sicherheit

Zum Glück für die Kinder, dass es die Stiftung Warentest gibt. Sie nimmt sich vieler für Eltern wichtiger Themen an, beginnend von den Babymatratzen bis zu den Schulranzen. Letztere sind ein Schwerpunktthema im Februarheft 2019.

Schlimm genug dass in der Dämmerung gerne die grauen Autos unbeleuchtet durch die Gegend fahren. Dass ich selbst die Straße sehe, heißt noch lange nicht, dass mich die anderen auch wahrnehmen. Herrschen doch gerade am Morgen und am Abend die Grautöne vor. Und genau dann, wenn der Tag anbricht, brechen auch die Kinder in die Schule auf. Und sie sollten unbedingt gesehen werden. Bei den einigen Herstellern von Schulranzen hat sich das niedergeschlagen. Viele sind inzwischen mit grellen Farben ausgestattet.

Doch im Test haben nur acht der 22 Ranzen ein gutes Ergebnis erzielt. Wir wollen sie kurz vorstellen:

Produktname Note Preis Anmerkung
Ergobag Cubo: Neo Edition Illumibär GUT 1,7 259€ für Erstklässler geeignet
Ergobag Pack: Neo Edition Strahlebär GUT 1,7 259€ leuchtet tags am besten
Scout Alpha Commander (DIN) GUT 1,9 250€ auch für kleine Erstklässler
Step by Step 2 in 1: Pegasus Dream (DIN) GUT 1,9 229€ Rücklehne einstellbar
Scout Genius: World Cup (DIN) GUT 2,0 250€ auch für kleine Erstklässler
Step by Step Touch2: Space Pirat (DIN) GUT 2,0 219€ günstigstes Set
McNeill Ergo Primero Champ (DIN) GUT 2,1 249€ auch für kleine Erstklässler
McNeill Ergo Light Pure Libelle (DIN) GUT 2,3 239€ im Dunkeln mäßig sichtbar

Der Preis aller GUT-getesteten Ranzen liegt klar über 200 EURO. Das eine Menge Geld. Die Investition ist aus Sicherheitsgründen kaum zu vermeiden. Gerade beim Tohuwabohu, das vor vielen Schulen vorherrscht, gibt man gehetzten und wenig achtsamen Autofahrer-Eltern ein zusätzliches Signal, die herumspringenden Kinder sicher zu erkennen.

Lärm – nicht nur laut!

Die Umwelt wird immer lauter. Im Sommer fallen da erstmal die Motorräder auf, die mit röhrenden Motoren Aufmerksamkeit erregen wollen. Und das meist dort, wo viele Menschen sind, die sich dann umdrehen. Auto-Poser haben vier Räder unter sich, aber die gleiche Intention. Lärm machen natürlich die üblichen Verdächtigen, über die alle Menschen im Chor sich beschweren: Flugzeuge, Industrie, Baustellen, Autos in der Masse. Der Rasenmäher (des Nachbarn), der Hund (des Nachbarn) und wiederum der Nachbar, wenn er grillt.

Lärm machen wir aber sehr oft selbst. Kaum ein Betrieb, in dem nicht eine Hintergrundmusik läuft, kaum ein Restaurant, das ohne Beschallung auskommt. Und wenn diese Musik mal nicht läuft, laufen viele Menschen durch die freie Natur – mit Ohrhörern. Ob in-ear oder on-ear.

Für Kinder kommen Spielzeuge in der Art Kinderpistolen und Trillerpfeifen als Lärmverursacher spezifisch hinzu. Später, als Jugendliche, ist Musik in Clubs ein enormer Faktor, abgesehen von der zusätzlichen Schallbelastung im Alltag mit lauter Musik über Ohrhörer.

Der Lärm in Städten verteilt sich nicht gleichmäßig. Eine Lärmkarte aus Berlin zeigt, welche Bedeutung der Luftverkehr hat (oranger Streifen im oberen Teil der Karte). Für die übrigen Bezirke ist die Nähe der jeweiligen Wohnung zur nächsten Straße von Bedeutung.

Das Gehör wird gerade im Kindesalter oft als gesund vorausgesetzt. Prävention wird praktisch nie betrieben, weil das Hören auch im Alltag von Erwachsenen wenig beachtet wird. Dabei zeigte schon der Kinder-Umwelt-Survey (KUS), dass bereits 12.8% der Kinder von 8-12 Jahren eine zumindest leichte Hörbeeinträchtigung haben.

Lärm hat aber noch wesentlich gravierendere Langzeitfolgen in Bezug auf Blutdruck, Schlaf und seelische Gesundheit.