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Was geht rum? 30. März 2019

Im Ländle ist der Frühling eingetroffen. Geringere Minustemperaturen am Morgen ändern nichts daran. Es blüht bunt allerorten.

Damit sind auch zahlreiche Pollen in der Luft. Die bedeutsamsten dieser Tage sind die  Birkenpollen. Am Oberrhein haben sie bereits Mitte dieser Woche starke Konzentrationswerte erreicht, wie die Abbildung 1 zeigt. Zum Wochenende werden die Konzentration auch in anderen Landesteilen weiter ansteigen und alle Allergiker erreichen, die gegen diese Frühblüher empfindlich sind. Für alle betroffenen Kinder und Jugendliche ist es vermutlich sinnvoll spätestens jetzt mit der Therapie eines Antihistaminikums einzusetzen. Auch dann, wenn in den höher gelegenen Orten, die Birkenpollen noch kaum präsent sind.

Abbildung 1. Birkenpollenflug in Basel. Die Farben symbolisieren die Konzentration der Pollen in der Luft. Die graue Fläche stellt die mittlere Belastung für die letzten 10 Jahre dar. Die aktuellen Werte sind als schwarze Säulen markiert. Foto: www.pollenundallergie.ch

Die Winterinfekte sind weiter auf dem Rückmarsch. Manche Kinder und Jugendliche sind noch immer nicht ganz gesund, da sich die Infekte oft über lange Zeit hinziehen.

Neu hinzugekommen sind regional vermehrte Erkrankungen mit Pfeiffer’schem Drüsenfieber (Mononukleose). Oft sind Jugendliche davon betroffen, aber auch Kleinkinder, die in Einzelfällen Fieber über Tage bis eine Woche haben und sich sehr krank fühlen. Windpocken zeigen gerade im Kreis Konstanz und der Region Mannheim eine Häufung. Daneben treten aktuell auch wieder Erkrankungen an Streptokokken und Scharlach auf.

Magen-Darm-Infektionen – meist der harmloseren Art – sind ganzjährig zu beobachten. Die Zahl der Norovirus-Infektionen ging zuletzt zurück, während Rotaviren in den letzten Wochen an Bedeutung zunahmen.

Was geht in der Welt rum? Die Tollwut ist eine Bedrohung in vielen Ländern. Eher unbekannt ist, dass sie auch in Südafrika vorkommt. Im letzten Jahr sind 16 Menschen daran verstorben, in diesem Jahr sind zwei Infektionen gesichert. Wie in den meisten anderen Ländern (z.B. Indonesien) auch ist der Hund meist der Überträger. Die Frage, ob für eine Reise diese Impfung wichtig ist, sollte mit einem Arzt für Reisemedizin / Tropenmediziner Monate vor Antritt der Reise geklärt werden.

Was geht rum? 02. Februar 2019

Manche Eltern würden rufen: „Pass auf, dass Du nicht krank wirst….“. Aber Vögeln ist das schnuppe. Sie spüren vermutlich ohnehin nichts, weil die Natur vorgesorgt hat. Es bleibt ohnehin genug Arbeit, um sich über den Winter zu bringen.

Abbildung 1. Louis Pasteur. Foto: www.thefamousbirthdays.com

Auch Menschen bekommen nur in seltenen Fällen den letzten Schubs, um infolge der Kälte krank zu werden. Infektionen kommen – das haben uns bereits Robert Koch und Louis Pasteur vor über 140 Jahren bewiesen – über Viren und Bakterien in unseren Körper. Diese werden meist durch enge Kontakte direkt oder indirekt über Nutzung von beispielsweise Türklinken weitergereicht. Wochenlang ist fast nichts passiert, aber jetzt geht die Grippewelle weiter. Bleibt zu hoffen, dass die Impfung in diesem Jahr gut komponiert war und somit hilfreich sein wird. Ansonsten sind unsere Mittel, die schlimme Influenza abzuwehren sehr begrenzt.

 

Abbildung 2. Zahl der gemeldeten Erkrankungen an Influenza (mehrere Nachweismethoden). Foto: AG Influenza

Welche Bedeutung die Influenza momentan in Baden-Württemberg hat, wird aus der An zahl der positiven Nachweise ersichtlich. Diese Daten wurden  in der letzten Januarwoche erhoben. Es zeigt sich bereits ein kleiner Rückgang der gemeldeten Grippe-Erkrankungen. Dieser Trend scheint sich weiter fortzusetzen. Ja, die Influenza ist im Lande. Aber nein, sie spielt keine so große Rolle, wie beispielsweise vor einem Jahr.

Abbildung 3. Zahl der RS-Virusnachweise in Baden-Württemberg je Kalenderwoche. Foto: AG Influenza

Was spürbar häufiger wurde, ist die Zahl der Infektionen mit RS-Virus (RSV). Diese Infektion, deren Zunahme wir an dieser Stelle schon vor 3 Wochen erwähnten, betrifft besonders Säuglinge und Kleinkinder. Die neuen Zahlen für Baden-Württemberg sind eindeutig, obwohl sie in absoluten Zahlen deutlich geringer sind als bei der Influenza. Nach RSV wird auch nur bei Kindern im ersten oder zweiten Lebensjahr geschaut. Das RS-Virus führt oft zur Verengung der kleinsten Bronchien (Bronchiolitis) und zeigt sich gegen Therapien sehr hartnäckig. Da es sich um ein Virus handelt, sind Antibiotika nicht sinnvoll. Manchmal sind jedoch stationäre Behandlungen erforderlich, um die Sauerstoffversorgung sicherzustellen.

Trotz allem sind die Mehrzahl der auftretenden Krankheiten keine Influenza. Zum Glück. So gibt es schon seit Wochen Magen-Darm-Infektionen, beginnend mit kurzzeitigem Erbrechen mit nachfolgendem Durchfall. Schwere Verläufe treten hier kaum auf.

Was geht in der Welt rum? In Malaysia sind seit Mitte 2017 inzwischen 17 Menschen an der Tollwut (siehe auch den Beitrag im praxisblättle von Angang der Woche) verstorben. Bei mindestens 10 Menschen wurde als Ursache ein Hundebiss bestätigt. Die Gesundheitsbehörden gaben bekannt, dass bei 66 Hunden und einer Katze eine Infektion festgestellt werden konnte. Es wird vermutet, dass die Infektion durch streunende Hunde aus Indonesien eingeschleppt wurde. Dort gibt es landesweit seit Jahren viele Tollwuterkrankungen, auch auf der Touristeninsel Bali.

Tollwutimpfung? Vor jeder Reise eine wichtige Überlegung, gerade für Kinder

Tollwut ist in Deutschland, der Schweiz und Österreich ausgerottet. Aber ist das Problem damit aus der Welt? Mitnichten. In der Welt gibt es viel Tollwut mit erheblichen Folgen. Gerade für Kinder.

Was ist überhaupt Tollwut?

Früher sagten die Menschen, „ich kriege gleich eine Tollwut“ wenn sie sehr erregt waren. Aber die Tollwut (medizinisch: Rabies) ist eine virusbedingte Erkrankung. Weltweit kommt sie in mehr als 150 Ländern vor. Nach den neuesten Schätzungen sind im Jahr 2015 etwa 59.000 Menschen daran verstorben.

Tollwut wird in etwa 99% von erkrankten Hunden bei einem Biss auf den Menschen übertragen. Dabei löst sie eine schwere Hirnentzündung aus. Die Infektion ist für den infizierten Menschen nahezu sicher tödlich, sofern er keinen Impfschutz hat bzw. nach dem Biss keine sofortige aktive (+ ggf. auch passive) Impfung erhält (sog: Postexpositionsprophylaxe (PEP)) erhält. Die Impfung gegen Tollwut ist somit die einzige Maßnahme, die bei der Tollwut vor dem Tod schützt. Die Inkubationszeit bis zum Auftreten von Symptomen beträgt meist 2-3 Monate (!) und zeigt ein Spektrum von einer Woche bis zu einem Jahr.

Wer sollte sich impfen lassen?

Abbildung 1. Häufigkeit von Tollwut nach aktuellen Daten der Jahre 2010 – 2014. Foto: Datenblatt der WHO, 2016

Die Tollwut ist in manchen wenigen Ländern wie Deutschland ausgerottet und kommt einzig in der Antarktis nie vor. In Ländern Afrikas und Asiens – ganz besonders in Indien – ist sie häufig (siehe Abbildung 1). Reisende in diese Länder sollten sich bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt individuell beraten lassen, ob eine Impfung für sie wichtig ist. Von allen Menschen die sich durch einen Biss anstecken sind 40% unter 15 Jahre als. Kinder sind weltweit die häufigsten Opfer der Tollwut. Gerade bei Kindern, sollte damit eine Impfung eher großzügig erfolgen, wenn das Tollwut-Risiko für die Reise hoch ist. Dabei spielt das Reiseland weniger eine Rolle als die Art der Reise. Wandeln Sie auf Touristenpfaden (wie beispielsweise eine geführte Rundreise mit Besuch von Kulturdenkmälern) ist das Risiko deutlich niedriger, als beim Besuch von Hilfsprojekten auf dem Land oder in Armenvierteln.

Verhalten im Reiseland

Zuhause in Deutschland haben gerade Kinder ein unverkrampftes Verhältnis zu Tieren. So nähern sie sich auch Hunden sehr schnell und streicheln sie. Hunde in den Ländern Asiens oder Afrikas sind jedoch meist keine Haustiere sondern frei streunende Straßenhunde, die oft ein anderes Verhalten zeigen. Sie erleben freundliche Zuneigung eher selten. Eltern sollten mit ihren Kindern dies vorab besprechen.

Wenn ein Biss erfolgt, sollte die Wunde sofort mit Wasser und Seife gründlich für 15 Minuten ausgewaschen werden. Danach muss ein Arzt aufgesucht werden, um bei Ungeimpften die Impfung einzuleiten. In sehr exotischen Ländern kann es schwierig sein, einen Impfstoff zu bekommen. In diesem Fall empfiehlt es sich mit der Deutschen Botschaft des jeweiligen Landes Kontakt aufzunehmen oder mit einem Arzt in Deutschland, der ggf. mit Hilfe eines Tropeninstituts weiterhelfen kann. Es darf trotz der langen Inkubationszeit keine Zeit verschwendet werden.

In Deutschland stehen zwei Impfstoffe zur Verfügung. Oftmals kommt es jedoch zu Lieferengpässen. Deswegen ist es für Reisende ratsam, sich frühzeitig um die Impfung zu kümmern. Bis zum erfolgreichen Abschluss der Impfung (meistens 3 Injektionen) werden 3-4 Wochen benötigt werden. Die Verträglichkeit der Impfung ist gut.

Was geht rum? 15. Dezember 2018

Nebel, Hochnebel, Kälte. Die Zeit der Atemwegsinfekte ist gekommen. Kinder und Jugendliche sind vom einfachen Husten durch trockene Raumluft ebenso betroffen wie von Racheninfekten, Bronchitis und in einzelnen Fällen auch Lungenentzündung (Bronchopneumonie). Immer häufiger tritt auch Fieber auf. Wie damit umzugehen ist beschreibt ein Beitrag im praxisblättle.

Während in allen Landkreisen maximal 2 Erkrankungen an Influenza zu verzeichnen sind, weist die aktuelle Statistik des Landesgesundheitsamtes jeweils 12 Neuerkrankungen für den Landkreis Ravensburg und ebenso viele für den Bodenseekreis aus. Für die Landeshauptstadt Stuttgart sind übrigens keine Neuerkrankungen gemeldet worden.

In der kühlen Jahreszeit werden die Wohnungen gut geheizt. Es wird sehr gemütlich im Haus, aber die Luft leider auch trocken. Das führt im Nebeneffekt auch zu trockener Haut gerade bei Kindern und Jugendlichen, die von Neurodermitis betroffen sind. Es ist ratsam, die Pflege der Haut sehr konsequent und regelmäßig durchzuführen, um Entzündungen mit schwerem Juckreiz und Schmerzen vorzubeugen.

Was geht in der Welt rum? Familien, die über Weihnachten eine Reise nach Südafrika eingeplant haben, sollten sich weitere Informationen zum Thema Tollwut einholen. Dort sind in diesem Jahr 15 Todesfälle gemeldet worden, die alle auf einen Hundebiss hin auftraten. Betroffen waren die Provinz KwaZulu-Natal (Todesfälle), Provinz Eastern Cape (6) und die Provinz Mpumalanga (1). Ein sicherer Schutz ist durch eine aktive Impfung zu erreichen.

Was geht rum? 10. November 2018

Kinder und Jugendliche werden den Arzt in den kommenden Wintermonaten häufiger brauchen. Im Bemühen, die Fragen einfacher zu lösen, wird das Internet gerne zu Rate gezogen. Aber Dr. Google wird oft überschätzt. Denn er ist wie ein Krake. Diese gilt als das intelligenteste Weichtier, aber von außen wissen wir wegen der vielen Arme nicht so recht, wo wir dran sind. Wenn Eltern vor dem eigenen Kind mit Fieber oder anderen Symptomen stehen, ist das „Bauchgefühl“ oft der beste Leitfaden. Und wenn dieses sagt, ich weiß nicht so recht, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Fieber? Kann selbst bei über 40 Grad harmlos sein, aber: Fieberfreiheit schließt keine schlimme Krankheit aus. Wenn Sie als Eltern ein ungutes Gefühl haben, dann suchen Sie den Kinder- und Jugendarzt auf. Vielleicht bietet der als Möglichkeit auch Telemedizin an – umso besser. Das könnte gerade bei Infekten eine für beide Seiten sinnvolle Hilfe sein.

Die Infekte im Ländle haben sich kaum geändert. Weiterhin gibt es einzelne Entzündungen der Luftröhre (Tracheitis), aber deutlich weniger als sonst im November. Klimawandel? Vermutlich, denn bei den recht milden Temperaturen sind auch die anderen typischen Infekte dieser Jahreszeit eher selten.

Was geht in der Welt rum? In Vietnam bleibt vermutlich die hohe Zahl der Todesfälle an Tollwut konstant. Bislang sind 67 Menschen daran verstorben, in den letzten drei Jahren waren es 78 (2015), 91 (2016) und 74 Todesfälle im letzten Jahr. Rechtzeitig vor einer Reise nach Vietnam – am besten zwei bis drei Monate zuvor – sollte die Frage einer Impfung gegen Tollwut mit einem Arzt für Reisemedizin besprochen werden.

Was geht rum? 16. Juni 2018

Regen und Kälte haben den Hochsommer Mitte der Woche ausgebremst. Zum Wochenende werden die frisch gebildeten Pollen der Gräser wieder in die Lüfte entlassen und setzen den Allergikern im Südwesten erneut zu. Alles nichts Neues für die Betroffenen, sie haben sich auf die Situation eingestellt. Neu sind die Wegerichpollen, die sich in zunehmendem Maße mit ausbreiten.

Und gibt es Infekte? Nach einer sehr ruhigen ersten Juniwoche sind inzwischen wieder einige Magen-Darm-Infektionen aufgetreten. Daneben gibt es – wie oft um die Jahreszeit – vermehrte Erkrankungen an Herpangina. Auch die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hat sich zurückgemeldet. Sie dürfte aber nach der letztjährigen Welle auf eine kräftige Immunität bei den meisten Kindern im Südwesten treffen. Insofern ist nicht mit einem bedeutsamen Anstieg dieser Erkrankung zu rechnen.

Was geht in der Welt rum? In Südafrika ist eine Zunahme an Tollwut in diesem Jahr zu beobachten. Betroffen sind die Provinzen KwaZulu-Natal und Eastern Cape, wo insgesamt acht Personen inzwischen verstorben sind. Alle Infektionen traten nach Hundebissen auf. Die Problematik von Tollwut stellt sich in vielen Ländern. Deswegen sollten alle Reisenden mindestens 3 Wochen vor Abreise in den Urlaub mit einem erfahrenen Reise- oder Tropenmediziner/in abklären, ob vielleicht eine Impfung gegen Tollwut sinnvoll ist.

Was geht rum? 26. Mai 2018

Das schöne Wetter ist zurück. Und mit ihm der Pollenflug. Im Südwesten werden die Gräserpollenkonzentrationen einen ersten Höhepunkt erreichen. Sehr hohe Belastungen sind am Samstag und Sonntag zu erwarten. Für die Wochenendausflüge sollte eine Sonnenbrille mit im Gepäck sein. Im Auto – das erscheint im ersten Moment seltsam bei dem herrlichen Wetter – sollte bei geschlossenen Fenstern die Klimaanlage eingeschaltet sein. Alle Asthmatiker müssen ihr Notfallmedikament (meist Salbutamol) mit sich führen. Auch wenn am frühen Morgen nichts zu spüren ist, können verschiedene Faktoren noch zu schweren Asthmaanfällen tagsüber führen.

Wir halten uns länger draußen auf. Damit sinkt das Risiko für Infektionen. Weiterhin gibt es vereinzelte Atemwegsinfekte und Magen-Darm-Infekte. Aber keinen Trend.

Abbildung 1. Mit verschiedenen Präventionskampagnen warnt Paulinchen e.V. vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten, Oberflächen, Feuer, Strom und Säuren.

Und es ist wieder Zeit zum Grillen. Feuer fasziniert Kinder. Je nach Alter und Verständnis dürfen sie unter Aufsicht der Erwachsenen mithelfen. Alleine sollte man sie aber nie an die Feuerstellen lassen. Besonders dann nicht, wenn das Feuer nicht so richtig brennt. Das lädt Kinder ein, es irgendwie neu zu entfachen. Manches Mal mit schlimmen Folgen. Am besten man informiert sich zuvor bei Paulinchen e.V.

Was geht in der Welt rum? Wieder einmal Brasilien. Dort ist weiterhin das Gelbfieber noch nicht im Griff. Jetzt kommt noch die Tollwut hinzu. Nach Bissen von Vampirfledermäusen sind in den letzten 2 Wochen 12 Menschen im Bundesstaat Pará erkrankt – und sechs von ihnen verstorben. Als Tourist ist es sinnvoll, sich vor der Reise über die aktuelle Situation zu informieren.

Was geht rum? 12. Mai 2018

Der Pollenflug der letzten Woche war imposant. Die Stäube, die sich über das Land legten und unserem heilig’s Blechle den Glanz nahmen stammten jedoch großteils von Nadelbäumen. Diese Pollen sind größer und schwerer. Das erlaubt ihnen keine lockeren Flüge durchs Land, weswegen Allergien dagegen eher selten sind. Hingegen fliegen die Gräserpollen – unerkannt aber von den Allergikern umso mehr gespürt – an den warmen Tagen wie gestern und heute im Südwesten. Beim Ausflug die Sonnenbrille nicht vergessen. Und abends nochmals duschen, um die Pollen abzuwaschen. Das sollte sich auch ein Schwabe leisten.

Infekte der Atemwege haben wieder leicht zugenommen. Diese sind häufig mit einer Entzündung der Luftröhre (Tracheitis) verbunden, was zu heißerem und insgesamt trockenem Husten führt. Natürlich gibt es auch einige Erkrankte mit Durchfall, aber viele sind davon nicht betroffen.

Was geht in der Welt rum? Aus Malaysia werden viele Fälle von Tollwut (Rabies) berichtet. In den letzten neun Monaten sind daran acht Menschen verstorben, zuletzt am 2. Mai dieses Jahres ein Junge von 8 Jahren. Zum Schutz vor Tollwut gibt es eine gut wirksame Impfung. Ob sie bei Fernreisen im Einzelfall sinnvoll ist, sollte rechtzeitig vor Antritt einer Fernreise mit einem Reise- oder Tropenmediziner besprochen werden.