Schlagwort: Urlaubsreise

Hundebiss – nicht so selten

Bis zum 18. Geburtstag wird jedes zweite Kind von einem Hund gebissen. Also kein seltenes
Ereignis. Meistens sind es Kleinkinder, die sich gegenüber einem Hund nicht eindeutig verhalten und bei ihm eine – aus Sicht des Menschen – unangemessene Reaktion auslösen.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie hat kürzlich nochmals darauf hingewiesen, dass Kinder zu über 90% von Hunden aus dem nahen sozialen Umfeld gebissen werden. Diese Situationen entstehen also kaum in fremder Umgebung, sondern meist im eigenen Haushalt, der unmittelbaren Nachbarschaft oder bei Freunden.

Bei inzwischen über 5 Millionen Hunden in Deutschland ergibt sich dieses Missverständnis von Mensch und Hund immer häufiger.

Was ist wichtig?

  • Bisse von Hunden sollten immer dem Arzt vorgestellt werden. Oberflächlich harmlos aussehende Verletzungen können in der Tiefe ausgedehnte Quetschungen verursacht haben, die sich durch den bakteriell belasteten Speichel des Hundes häufig infizieren.
  • Der Arzt muss auch seltene Wundinfektionen wie Tetanus, Gasbrand oder eine Blutvergiftung in die Überlegungen einbeziehen. Oftmals ist die Gabe eines geeigneten Antibiotikums sinnvoll.
  • Vorbeugend ist es wichtig, dass Kinder nie mit Hunden alleine gelassen werden. Das gilt auch gegenüber kleinen Hunden, die durchaus bedeutsame Verletzungen setzen könnten.
  • Vor Urlaubsreisen sollten Eltern mit ihren Kindern besprechen, dass es in vielen Ländern der Erde frei laufende Straßenhunde gibt, die ein völlig anderes Verhalten zeigen können, als die bisher bekannten Hunde zuhause. Und dass auch Tollwut vorkommen könnte.