Schlagwort: zahnärztlich

Ab sofort: erweiterte zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen

Wir haben schon im Januar hier im praxisblättle darauf aufmerksam gemacht: die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen für Kinder werden erweitert. Seit heute – also dem 01. Juli 2019 – können sie in Anspruch genommen werden. Was bedeutet das im Einzelnen?

Kürzel Name Alter
FU1 Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung 1 6.-9. Lebensmonat
FU2 Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung 2 10.-20. Lebensmonat
FU3 Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung 2 an 21. Lebensmonat

Ziel der zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung ist es, die frühkindliche Karies frühzeitig zu entdecken und gezielt anzugehen.

Endlich! Zahnärztliche Vorsorge bei Kleinkindern als Kassenleistung

Es geschieht manchmal was Gutes und kaum einer bemerkt es. So Ende Januar 2019, als der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen als Kassenleistung genehmigte. „Wir sind froh, dass diese Präventionslücke endlich geschlossen wird“ erklärte der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. Die Regelung soll ab 1. Juli 2019 in Kraft treten.

Welche Angebote gibt es nun für Kleinkinder?

  • Schon seit wenigen Jahren soll der Kinder- und Jugendarzt bei den Vorsorgeuntersuchungen auf die Bedeutung des Zahnarztes hinweisen. Warum das schon mit 6 Monaten erfolgen soll bleibt ein Rätsel, wenn der Zahnarzt in den Mund des Säuglings schaut und allermeist keinen Zahn findet.
  • Bis zum vollendeten 33. Lebensmonat sind drei zahnärztliche zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen, inklusive eingehender Untersuchung, Beratung der Eltern und Anleitung zum täglichen Zähneputzen beim Kleinkind.
  • Kleinkinder haben einen Anspruch auf eine Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack zweimal im Halbjahr

Sinnvolle Maßnahmen, um möglichst früh im Leben eine konsequente Zahnpflege auf den Weg zu bringen. Dies wird seit einiger Zeit von den Zahnärzten empfohlen, wie der Ratgeber der Bundeszahnärztekammer zeigt.

Auch wenn sich vieles gebessert hat, liegt die Rate der Milchzahnkaries noch immer bei 15%. Nuckelflaschen und später zucker- bzw. säurehaltige Getränke sind die Hauptursachen.