Schlagwort: Zecken

Was geht rum? 24. August 2019

Auch in der letzten Woche traten nur wenig Infektionen bei Kindern und Jugendlichen im Südwesten auf. Die haben im Moment kaum Chancen sich zu verbreiten. Und das hängt nicht nur damit zusammen, dass gefühlt jeder zweite in Urlaub ausgeflogen ist. Warten wir mal ab, was die Rückkehrer mitbringen werden.

Häufig sind das – sprechen wir es mutig aus – Läuse, genauer: Kopfläuse. Denn sie leben nur auf dem behaarten Kopf des Menschen. Bis die bemerkt werden ist es oft Oktober. Mit den entsprechenden emotionalen Aufrufen aus Kindergarten und Schule. Es kann also durchaus sinnvoll sein nicht nur den Körper nach Zecken, sondern auch den behaarten Kopf der Kinder öfter mal nach Läusen abzusuchen. Bevor Oma diese netten Tiere beim Kuscheln abbekommt und gar nicht glücklich ist.

Weiterhin sind es Magen-Darm-Infektionen, die besonders die Kleinkinder belästigen. Daneben treten Infektionen wie Herpangina und vereinzelt noch Hand-Fuß-Mundkrankheit auf. Als Ursache sind Enteroviren für alle genannten denkbar. Zumindest für die beiden letzt genannten sind dies die gesicherte Ursache.

Q-Fieber (blaue Punkte) und Schafdichte (grüne Flächen) von 2001-2008 in Baden-Württemberg Foto: Landesgesundheitsamt

In der Region Albstadt-Ebingen sind seit Anfang des Monats vermehrt Lungenentzündungen und Fieber aufgetreten. Inzwischen, so meldet das Gesundheitsamt Baden-Württemberg, sind 27 Erkrankungen durch das Q-Fieber gesichert. Der Erreger wird nahezu immer per Aerosol – also über Tröpfchen in der Luft bzw. dem Staub – vom Tier auf den Menschen übertragen. Auf der schwäbischen Alb werden in regelmäßigen Abständen  Erkrankungen beobachtet, die überwiegend auf Schafe zurückgehen. Das Risiko ist bei häufigem Tierkontakt (Landwirte, Jäger) erhöht, es können durchaus aber auch Kinder betroffen sein. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt jedoch nicht vor.

Die meisten Pollen haben sich inzwischen verzogen. Von gewisser Bedeutung sind die Pollen der Ambrosia (Traubenkraut), deren Blüte jetzt eingesetzt hat. Die sind sehr aggressiv, aber die Zahl der Allergiker gegen diese Pollenart ist – noch! – gering.

Was geht in der Welt rum? Auch in Schweden trat in den vergangenen Wochen eine Krankheit auf, die durch Tiere übertragen wird. Die – im Vergleich zum Q-Fieber – deutlich gefährlichere Tularämie geht von Nagetieren aus und wurde bei 212 Personen in verschiedenen Provinzen nachgewiesen. Durch direkten Kontakt mit dem noch lebenden oder bereits toten Tier sowie durch Insekten und Zecken kann eine Übertragung auf Menschen eintreten. Es gibt lokale Formen, die als fieberhafte Wundentzündung auftreten sowie invasive Formen, die dem Typhus ähneln. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich. Reisende sollten enge Tierkontakte meiden.

Was geht rum? 11. Mai 2019

In der Natur ist der Aufbruch zu spüren. Es grünt, es duftet, es blüht. Damit verbunden bewegen sich – weitgehend für unser Auge unsichtbar – Pollen durch die Lüfte. Noch ist die Zeit für die große Attacke nicht ganz gekommen. Es war zu kühl und hat zuviel geregnet. Das zeigt die Grafik zum Pollenflug der Gräser am Oberrhein (Abbildung 1) sehr klar.

Gräserpollenflug der letzten Woche am Oberrhein (Basel). Foto: pullenundallergie.ch

Die aktuellen Wettervorhersagen deuten aber an, dass sich das Wetter ab Sonntag zum Besseren wendet. Aber nicht für die Allergiker. Sie müssen dann mit einem Anstieg des Pollenflugs rechnen.

Infektionen gibt es auch jetzt noch, aber deutlich weniger und andere als noch vor einem Monat. Zur Zeit sind dies – verursacht durch sog. Enteroviren – die Herpangina und die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (näheres hierzu in einem früheren Beitrag des praxisblättle’s). Daneben treten vermehrt Erkrankungen auf, die an den Keuchhusten erinnern: Parapertussis. Ursache sind ebenfalls Bakterien. Das Krankheitsbild verläuft in aller Regel jedoch schwächer als beim Keuchhusten.

Wie bereits geschrieben, sind Zecken schon seit Wochen aktiv. Das spiegelt sich auch in den Meldungen der FSME wieder. So sind alleine in der letzten Woche 5 Neuerkrankungen in Baden-Württemberg gemeldet worden. So viele, wie in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018. Damit stieg die Zahl der Neuerkrankungen auf 12. Für alle nochmals eine Erinnerung, dass die FSME-Impfung günstig sein könnte. Diese ist ganz besonders für Erwachsene bedeutsam. Für Einzelheiten rufen Sie gerne nochmals den Beitrag im praxisblättle vom letzten Jahr auf. Was da drin steht ist zwar ein Jahr alt, aber auch in diesem Jahr unverändert aktuell.

Was geht in der Welt rum? Unser – an Einwohnern – kleiner Nachbar Schweiz hat das gleiche Problem wie unser Ländle: die Masern. Waren im letzten Jahr noch 49 Menschen davon betroffen,, sind es in diesem Jahr bereits 155 (in 2019 zwei Todesfälle!). Hört sich zunächst harmlos an. Aber bei einer Bevölkerung von 8.5 Millionen ist das immerhin ein Masernfall auf 55.000 Menschen. In 4 Monaten! In Baden-Württemberg sind es mit 1 Fall auf 182.000 Einwohner deutlich weniger Erkrankungen. Deutlich erschreckender ist da Madagaskar, wo im letzten halben Jahr eine Masernerkrankung auf 175 Menschen zu beklagen war. Wie gut, wenn sich ein Land ein gutes Gesundheitssystem leistet – und leisten kann.

Was geht rum? 20. April 2019

Der Frühling ist da. Angenehme Temperaturen, zwitschernde Vögel, bunte Vielfalt an Blumen. Aber nicht nur die Blumen blühen, sondern auch Allergie auslösende Gräser, Büsche und Bäume. Und nicht zu vergessen die Zecken. Sie kommen zu voller Aktivität. In dieser Hinsicht haben sich seit letzter Woche keine grundlegenden Änderungen ergeben. Nur sind Pollen und Zecken noch aktiver als zuvor.

Abbildung 1. Flug der Birkenpollen im März und April 2019 (schwarze Balken) gegenüber dem langjährigen Durchschnitt (graue Fläche). Foto: pollenundallergie.ch

Was beim Ganzen oft in den Hintergrund gerät: die Sonne. Sie wärmt so herrlich und tut der Seele so gut. Aber, sie hat schon jetzt eine enorme Kraft. Für uns und unsere Kinder müssen wir also auch an den Sonnenschutz denken. Immerhin ist die Sonne heute so stark wie am 20. August, also mitten in den Sommerferien. Jetzt sind die Temperaturen halt angenehmer. Wie Sonnenschutz gut umsetzbar ist, finden Sie hier.

Abbildung 2: Praxisindex für Atemwegserkrankungen. Die rote Kurve (Saison 2018/2019) hat wie in den Vorjahren fast das Normalniveau wieder unterschritten. Die Infektwelle ist vorbei. Foto: AG Influenza

So bunt wie die Natur im April ist auch das Spektrum an Infektionskrankheiten. Die Grippe (Influenza) hat sich nahezu verabschiedet. Mit Ihr auch die anderen Infekte, wie die Abbildung 2 zeigt, ging der Praxisindex – er vermittelt die Veränderung bei den Atemwegserkrankungen – deutlich unter das Normalniveau zurück. Die Infektwelle ist zu Ende.

Die Zahl der Rotavirusinfektionen nimmt ebenfalls wieder ab. Weiterhin treten jedoch die einfachen Luftwegsinfekte auf, die selten von Mittelohrentzündungen oder Lungenentzündungen begleitet sind. Streptokokkeninfektionen sowie vereinzelt Scharlach sind noch immer zu beobachten.

Was geht in der Welt rum? Mit Frankreich verbindet uns Deutsche ja eine enge Kooperation und Freundschaft. Leider sind wir auch bei den Masern auf einer Linie. In diesem Jahr sind in Frankreich bereits 573 Menschen daran erkrankt. Ganz besonders viele im Wintersportort Val Thorens (Region Auvergne-Rhône-Alpes) mit 53 Erkrankungen. Dort leben nur 800 Einwohner – aber übers Jahr kommen 300.000 Touristen. Die sollten sich vorher über den Stand ihrer Impfungen gute Gedanken machen.

Ich wünsche Ihnen frohe Osterfeiertage.

Was geht rum? 13. April 2019

Eine unspektakuläre Woche geht zu Ende. Die Pollen hatten trotz kühler Temperaturen immer wieder Chancen ihre Power auszuspielen. Die Birkenpollen haben bereits die höheren Lagen erreicht, während am Oberrhein leicht geringere Werte als in der Vorwoche gemessen wurden. Inzwischen sind auch die ersten Gräserpollen – in geringem Umfang – in den Lüften  unterwegs.

Abbildung 1. Meldezahlen für Rotavirusinfektionen beim RKI für die Jahre 2010 bis 2015. Foto: Docplayer

Nach den vielen Atemwegserkrankungen des Winters haben jetzt die Magen-Darm-Infektionen an Bedeutung gewonnen. Die Rotavirus-Infektionen haben landesweit in der ersten Aprilwoche um 101 Neuerkrankungen auf zuletzt 656 Infektionen im laufenden Jahr (Vorjahr: 383) zugenommen. Das erstaunt nicht, da im jährlichen Rhythmus um diese Jahreszeit die Zahl der Rotavirus-Infektionen ihren Höhepunkt erreicht (siehe Abbildung 1). Die Rotaviren sind weltweit die häufigsten Erreger einer Darminfektion bei Säuglingen und Kleinkindern.

Trotz allem gibt es noch Luftwegsinfekte, ganz vereinzelt kommt sogar Influenza bei Kindern und Jugendlichen vor. Daneben Streptokokkeninfektionen und weiterhin einzelne Erkrankungen an Drei-Tage-Fieber. Insgesamt also ein bunter Reigen von Krankheiten, bei jedoch niedrigen Erkrankungszahlen.

Nach einigen kalten Tagen werden die Temperaturen ab Montag wieder anziehen. Das wird die Zecken flügge machen. In den kommenden Wochen ist es ratsam, Kinder abends auf diese Tiere zu untersuchen. Zecken verkriechen sich oft in kuschelige Ecken. Also unbedingt in den Nabel schauen, hinter die Ohren, in Gelenkbeugen (Ellenbeuge, Kniekehle, Achsel) und auch im Genitalbereich. Für Erwachsene gilt natürlich das gleiche.

Was geht in der Welt rum? Das Dengue-Fieber hat weitere Urlaubsziele erreicht. Auf den Malediven wurden seit Jahresbeginn 1300 Infektionen registriert, auch in Singapur sind in diesem Jahr 2332 Menschen neu erkrankt. Und das, obwohl der Stadtstaat so viel Wert auf Sauberkeit legt. Die übertragenden Mücken hält es nicht davon ab, Menschen tagsüber zu stechen. Also auch hier: Mückenschutz ist immer auch tagsüber ratsam!

Insektenschutzmittel

Die Zahl der Insekten in unserem Land mag kleiner werden. Insektenschutzmittel bleiben dennoch wichtig, da es viele Insekten gibt, gegen die man sich effektiv schützen sollte. Das gilt in jedem Fall in tropischen Ländern als Schutz vor der Malaria oder dem Denguefieber. Beides Erkrankungen, für die es keine Impfungen gibt.

Aber auch im Süden Deutschlands sollte man sich überlegen, ob man sich die Zecken vom Halse halten möchte. Immerhin übertragen sie schwerwiegende Erkrankungen wie die Borreliose oder die FSME.

Aber welches Insektenschutzmittel ist für Kinder und Jugendliche sinnvoll? Auf dem Markt gibt es  verschiedene Substanzen bzw. Mischungen, die hier kurz vorgestellt werden.

1. Diethyltoluamid (DEET) ist eine effektive Substanz im Schutz gegen Mücken aller Art, Flöhe und Zecken. Sie ist seit 70 Jahren auf dem Markt und gilt als „Goldstandard“. Man kann sie in verschiedenen Konzentrationen erhalten. Es ist untersucht worden, dass sie ab einem Level von 30% die beste Wirkung erzielt. Höhere Konzentrationen können die Wirkdauer verlängern. Konzentrationen von 10% erbringen einen Schutz für zwei Stunden, solche von 24% einen Schutz von etwa fünf Stunden. Dieser Schutz verkürzt sich durch Schwimmen, Duschen, Regen und Schwitzen – wenn also das Mittel in irgendeiner Form abgewaschen wird.

Nebenwirkungen

Da diese Substanz schon lange auf dem Markt ist sind die unerwünschten Effekte gut bekannt. Insgesamt besteht eine gute Verträglichkeit. Es können jedoch Hautreizungen und eine allergische Hautreaktion auftreten. In extremen Einzelfällen sind Schädigungen der Nerven (Neurotoxizität) beschrieben. Diese traten erst bei chronischem und übermässigem Gebrauch auf. DEET soll nach heutiger Einschätzung nicht bei Säuglingen unter 2 Monaten angewendet werden. Bei Kindern ab dem 3. Lebensjahr wird eine Anwendung von DEET in Konzentrationen von 10% bis 30% als sicher angesehen, wenn sie ordnungsgemäß erfolgt. DEET ist nicht krebserregend.

Welche Produkte stehen zur Verfügung?

In der folgenden Tabelle sind die bei uns bzw. in den USA verfügbaren Insektenschutzmittel, die DEET enthalten aufgeführt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit; Stand August 2018).

Handelsname des DEET-Produkts Konzentration Menge Preis in €
 Care plus© Anti-Insect DEET 40%   40% 100 ml 13,95
 Care plus© Anti-Insekt gel DEET 30%   30% 80 ml  9,95
 Care plus© Anti-Insect Lotion DEET 50   50% 60 ml 11,95
 NOBITE© Hautspray   50% 100 ml 12,49
Anti Brumm© Forte   30% 75 ml 10,25
 Jungle Formula bei AZARON© xtreme   50% 75 ml 10,90
 OFF Deep woods© Repellent V   25%  (USA)
 OFF Deep woods© Sportsmen IR II   30%  (USA)

Um DEET ranken manche Mythen. Bei sachgemäßem Gebrauch ist die Verträglichkeit als sehr gut anzusehen. Der Einsatz dieses potenten Mittels sollte aber immer medizinisch gerechtfertigt sein. So ist sein Einsatz bei Malaria- oder Dengue-Risiko in jedem Fall sinnvoll.

2. Icaridin (in manchen Ländern auch Picaridin genannt) ist ein weiteres Insektenschutzmittel, dessen Grundstoff aus einer Pflanze stammt. Es wirkt gegen Moskitos, Zecken und Sandfliegen. Konzentrationen von 20% und höher wirken vergleichbar wie DEET, ihre Wirkdauer ist aber kürzer als bei DEET. Zecken lassen sich nach Informationen einer Studie nur eine Stunde durch Icaridin abhalten, während DEET gegen die Spinnentiere deutlich länger wirkt.

Nebenwirkungen

Icaridin wird schon seit vielen Jahren genutzt. Bedeutsame Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Selbst eine versehentliche orale Aufnahme – wie sie bei Kindern denkbar ist – scheint harmlos zu sein.

Welche Produkte stehen zur Verfügung?

Handelsname des Icaridin-Produktes  Konzentration  Menge Preis in €
Autan© Family Care Pumpspray  10% 100 ml  9,99
 Autan© Protection Plus Pumpspray  20% 100 ml  8,99
 Autan© Protection Plus Zeckenschutz  20% 100 ml  9,99
 Autan© Protection Plus Spray  16% 100 ml  8,99
 Autan© Junior Gel  10% 100 ml  9,99
Autan© Tropical Pumpspray  20% 100 ml  9,99
 Anti Brumm© Classic  20%  75 ml 10,25
 Jungle Formula by AZARON© complete  20%  75 ml  9,90

Insgesamt zeigt Icaridin also eine gute Wirksamkeit, die bei höheren Konzentrationen mit der von DEET vergleichbar ist. Die Dauer der Wirksamkeit ist jedoch klar kürzer.

3. Citronella ist ein pflanzliches Produkt, das als Insektenschutzmittel eingesetzt wird. Seine Wirkstärke und seine Wirkdauer sind mit DEET und Icaridin in keiner Weise vergleichbar. Ob eine Wirkung gegen Zecken besteht ist eher zweifelhaft. Die Werbung beruft sich meist auf die Natürlichkeit des Produkts und kann nicht auf gesicherte Erkenntnisse seiner Wirksamkeit verweisen.

 

Was geht rum? 07. Juli 2018

Dauerbrenner im Sommer bleiben die Pollenallergien. Der Regen hat in den letzten Tagen den Allergikern eine Pause verschafft. An diesem Wochenende geht’s jedoch wieder weiter. Die Belastung mit Gräserpollen wird in den tiefen Lagen nachlassen. Im Gegenzug kommen die Pollen von Wegerich und Brennnesseln in Schwung.

Die Linden stehen in voller Blüte. Ein Eldorado für viele Insekten und die Bienen. Sie sind eifrig bemüht, den Urstoff für den köstlichen Lindenblütenhonig zusammenzutragen, wie das Video mit dem Summen von tausenden Bienen und Hummeln belegt:  Video 04.07.18, 19 08 46. Das ist eine Anregung uns bald auch mit den Insektengiftallergien zu beschäftigen. Diese freundlichen Insekten interessieren sich natürlich auch für unsere Mahlzeiten draußen im Freien und können dabei auch zustechen, wenn sie gestört werden.

Auch die Zecken erfreuen sich am Klima dieser Tage. Nicht nur die Kinder sollten abends und nach ausgedehnten Ausflügen in den eigenen Garten oder die Natur am Körper nach Zecken untersucht werden. Im praxisblättle hatten wir über die Risiken berichtet.

Die Infektionen sind unverändert von den Enteroviren bestimmt. Es kommen also weiterhin Erkrankungen mit Herpangina und Hand-Fuß-Mund-Erkrankungen vor. Im Vergleich zur letzten Woche sind Durchfallserkrankungen spürbar mehr geworden. .

Und was geht in der Welt rum? Auf der Insel Réunion im Indischen Ozean wurden in diesem Jahr bereits 5.400 Erkrankungen an Dengue-Fieber registriert. Alle Reisenden sollten sich vor den tagaktiven Überträgermücken mit DEET-haltigen Insektensprays schützen. In den USA gibt es weiterhin viele Erkrankungen an Hepatitis A (West Virginia, Utak, Michigan). Gegen diese infektiöse Leberentzündung gibt es eine hochwirksame Impfung.

Was geht rum? 21. April 2018

Endlich ist der Frühsommer da. Mit ihm finden auch die Zecken wieder Freude am wandern und somit an uns Menschen – besonders an Kindern. Ab sofort sollten Kinder jeden Abend auf Zecken hin untersucht werden: in der Achsel, hinter den Ohren, im Nabel und in der Genitalregion sollte speziell nachgeschaut werden. Trotzdem keine Angst vor Feld und Wiesen. Sie bereiten allen Kindern viel Spaß. Das Risiko der Zecken ist in aller Regel gut beherrschbar.

Kinder erkranken weiterhin an Infekten, ohne dass ein spezieller Trend auszumachen wäre. Bedenkt man die Heftigkeit der Influenza noch vor vier Wochen, so sind die Infektionskrankheiten betreffend paradiesische Tage gekommen. Wenn nicht ……..

….. mit den Birkenpollen die erste Allergiewelle über so viele Schleimhäute ziehen würde. In aller Regel ist davon auszugehen, dass die betroffenen Kinder und Jugendliche bis Mai Beschwerden haben werden. In den Bergen bleibt die Belastung etwas schwächer.

Und was geht in der Welt rum? In Indonesien gibt es viele Alkoholvergiftungen. Dabei wird illegaler Alkohol konsumiert, der sehr billig angeboten wird und dann auch bedeutende Mengen des giftigen Methanols enthalten kann. Daran sind in den letzten Wochen bereits über 80 Menschen verstorben. Sicher kein Risiko für Kinder, aber Erwachsene müssen aufpassen, wie weit sie sich auf ein fremdes Land einlassen. Nicht nur in Indonesien.